Verein Hirschgerechter Jäger

Von Wildmeister Dieter Bertram

Auf der Suche nach der jagdlichen Moral

Weil „Die Hoffnung zuletzt stirbt“ beabsichtigen wir in einem kleinen Kreis bekannter Persönlichkeiten den „Verein Hirschgerechter Jäger“ aus der Vergessenheit heraus zu holen.
1951 gegründet, geht er auf eine Geschichte aus dem Jahr 1904 zurück, den Verein „Hirschgerechter Eifeljäger“.
Die damaligen Namen des Vorstandes und der Beiratsmitglieder lassen immer noch aufhorchen: Freih. von Hartmann, Rudolf Hoesch, Egon Anheuser, Carl-Günther von Freier, Graf Beissel von Gymnich, Paul Losenhausen, K. E. Adolff, Hans-Josef Cosack, Clito Hödicke, H. Rache, Dr. Jürgen Schramm, Dr. Friedrich Vorreyer, Dieter Schütte.
Von einer jagdlich geistigen Elite (zwei Oberlandforstmeister, zwei Oberförster, Großwaldbesitzer) lebt niemand mehr, es sind nur noch die jährlichen Medaillen für Rotwildversammlungen über geblieben.
Die Gründerpersönlichkeiten, besonders aber das Wild, würden es verdienen, das Gedankengut des Verein Hirschgerechter Jäger aus der Vergessenheit zu lösen, in die Zukunft zu transportieren.

Es war nicht das erklärte Ziel des VHJ in Konkurrenz zum DJV zu gehen, waren doch ein Teil der Mitglieder in führenden Ämtern der großen Organisation DJV tätig.
Die Hirschgerechten Jäger wollten keine Großorganisation darstellen, was der relativ eng begrenzte Teil von Rotwildfreunden bereits aussagt.
Sie wollten gerne da mithelfen, wo es um die Erhaltung dieses Wildes ging und sie konnten es, weil weitbekannte Spezialisten in ihren Reihen standen.
Ihre Aufgaben und Ziele waren in Kurzform die Erhaltung unseres Rotwildes, Hochhaltung der Jagdmoral, Förderung der Schweißhunde, Mitarbeit und Unterstützung jagdwissenschaftlicher Forschung, Verhinderung von Forst- und Feldschäden durch zweckmäßige Reviergestaltung und Kenntnis der Lebensansprüche von Wildtieren, Zusammenschluss aller Freunde des Rotwildes zu einer gemeinsamen Front.

Ob es noch ein Saatbeet gibt, eine anspruchsvolle Jagd für den Verein Hirschgerechter Jäger, wenn der LJV Ehrenpräsident von BW Dr. Dieter Deutschle sagt, „Die Jagd in Deutschland verloddert“, DJV Ehrenpräsident Dr. Frank „Was auf den Bewegungsjagden abgeht ist zum Kotzen.“
Weil zunehmend Wilderermethoden und Jagdausübung sich in ihrer Ausführung überschneiden und zu Totengräbern des Waidwerks werden, suchen wir Rechtsanwälte für das Lebensrecht des Wildes. Die Kunst des Waldbaus hat sich auf die einzige Maxime verengt: Tötet so viel Schalenwild wie möglich.
Dies alles führt dazu, dass die Jagd sich verändert hat und mit ihr der Jäger, der nicht mehr auf Augenhöhe mit der Öffentlichkeit, mit Tier- und Naturschutzverbänden als moralische Kompetenz, Achtung für die Jagd werben kann.
Auch wenn jedes „Frühwarnsystem“ für die Jagd versagt hat, sollte der Verein Hirschgerechter Jäger „noch heute einen Baum pflanzen, auch wenn morgen die Welt unter geht“!

Anfragen an :

Wildmeister Dieter Bertram                                               Dr. Heinrich Spittler
Michael Schumacher Str. 16                                              Kaufstr. 18
53894 Mechernich-Lorbach                                                53560 Vettelschoß

Oder an die Redaktion von jagdwissen.net, wir leiten die Anfragen weiter.

Dieser Artikel wurde bisher 4442-mal gelesen.

Ein Gedanke zu „Verein Hirschgerechter Jäger

  1. Walter Kloubert

    Es ist an der Zeit,das die einheimischen Hochwildjäger aus ihrem Dämmerschlaf erwachen,und sich einmal um unser heimisches Rotwild kümmern !! Anstadt in anderen Ländern zu jagen , sollte sich der Probleme wie Fütterungsverbote in Notzeiten (RLP), Wildschäden die nicht vom RW stammen angenommen werden ! Diese Liste läßt noch um viele zu lösende Aufgaben erweitern !! Daher begrüße ich den Gedanken den Verein „Hirschgerechter Jäger“ wieder zu beleben ! Ich wäre auch bereit dort mit zu helfen !
    Weidmannsheil W. Kloubert

    Antworten

Schreibe einen Kommentar zu Walter Kloubert Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.