Schlimme Waldschutzjagden

Von Ulrich Dissmann

Jedes tote Reh ein gutes Reh

Es ist leider Fakt, das die Jagd in den Landtagen manchen Angriffen ausgesetzt ist. Die Grünen ringen um neue Strategien, seitdem der Atomausstieg von der CDU und FDP beschlossen wurde.
Nun hat Umweltminister Remmel für das Land NRW den neuen Gesetzentwurf, mit vielen Veränderungen für die Jagd, auf den Tisch gelegt. Geradezu peinlich ist es, wenn krampfhaft versucht wird, Modernität oder neue Jagdphilosophien herbei zu schwatzen. Unser Umweltminister Remmel Schalenwild zu Forstschädlingen erklärt, und Waldschutzjagden anordnet. Rhetorisch durchaus gewitzt ,versteckt man die dahinter steckende Ideologie, (aus betriebswirtschaftlichen Gründen) die Umwandlung der Jagd in Schädlingsbekämpfung. Radikale Reduktion statt Selektion des Schalenwild gilt als Vorbedingung für den ökologischen Waldumbau. Das ist nur ein Vorstoß des Umweltminster Remmel, der das gesamte Jagdrecht komplett aushöhlen möchte. Somit ist das Wertesystem der Jägerschaft in Frage gestellt. Diese Maßnahmen sollten nicht nur von der Jägerschaft, sondern auch von der Gesellschaft zur Kenntnis genommen werden. Kultur, Tradition, Ethik, Moral und Anstand und vieles andere mehr gehören nicht allein in das Wertesystem der Jägerschaft. Es ist unglaublich das Großgrundbesitzer, Forstbeamte und Hobbyjäger sich vor den Karren spannen lassen, das Schalenwild (Rot-, Reh- und Muffelwild) mit allen Mitteln zu bekämpfen. Strecke legen ist nach solchen Waldschutzjagden nicht ratsam, da das zusammengeschossene Wild und den qualvollen Tod, bei allen Tierfreunden nur Ekel und Entsetzen hervorrufen würde. Dazu kommt noch die mindere Qualität des Wildfleisch. Weidgerechte Jäger wollen und können sich nicht für sinnvolle Neuerungen in der Jagd sperren, die hat es immer gegeben. Nur müssen wir, und unsere Gesellschaft unser heimisches Wild vor solch unlauterer Praxis in den eigenen Reihen und den selbst ernannten ökologischen Naturschützern retten.
Es ist nicht möglich, die Jagd in Kategorien wie Vergnügen, Zerstreuung, Unterhaltung und Freizeitgestaltung im Sinne eines Hobbys einzuordnen. Das Wesen der Jagd beziehungsweise des Weidwerks liegt tiefer.

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