Raue Gesellen mit feiner Nase im Oberbergischen

Pressemeldung des JGV „Oberbergische Jäger“ e.V. vom 25.08.2014

34. Verbandsschweißprüfung „Bergisches Land“

Kein Hundesport, sondern Bewehrung für die harte Praxis. Dies durften am 23.8.2014 fünf Hundeführer mit ihren vierläufigen Jagdhelfern um Engelskirchen unter Beweis stellen.

Foto: Joachim Orbach

Foto: Joachim Orbach

Aus ethischer Einstellung dem Wild gegenüber erkannten in Deutschland beherzte und weitsichtige Jäger schon sehr früh, das zur erschwerten Nachsuchenarbeit entsprechend ausgebildete und geprüfte Jagdhunde erforderlich sind, um später in der Praxis durch Unfälle oder durch Schussverletzungen verletztes Wild zu finden. Das führte denn auch im Jahre 1961 zur Anerkennung der erschwerten Schweißprüfung als Verbandsprüfung durch den Jagdgebrauchshundverband (JGHV) mit eigener Prüfungsordnung. Ziel war und ist die Durchführung einer anspruchsvollen Jagdhundeprüfung, auf der Hund und Führer unter Beweis stellen können, wie sie einer erschwerten künstlichen Fährte folgen können um am Ende denn ein totes Stück Wild zu finden.

Um dem hohen Niveau dieser Prüfung gerecht zu werden erkannten denn auch im Jahre 1979 die Vereine: JGV Bergisch Land e.V., JGV „Oberbergischer Jäger“ e.V., JGV der Siegkreisjäger e.V., JGV Roemryke Berge e.V., Hubertus Köln e.V. von 1898, JGV Olpe e.V., JGV Niederberg e.V. und die Jagdgebrauchshundegruppe der der Kreisgruppe des Rheinisch-Bergischen Kreises im LJV NRW als Mitgliedsvereine des Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV) das es sinnvoll sei, eine Arbeitsgemeinschaft Schweiß zu gründen. Maßgeblich zur Gründung dieser Arbeitsgemeinschaft trug der damalige 1. Vors. und heutige Ehrenvorsitzender des JGV „Oberbergischer Jäger“ e.V., Wildmeister Walter Stein bei. Neben der „Pfälzerwald“, der „Elm“ und der „Hoherodskopf“ hat sich denn auch schnell die VSwP „Bergisches Land“ zu den vier anspruchsvollsten Verbandsschweißprüfungen in Deutschland entwickelt.

Da in diesem Jahr der JGV „Oberbergischer Jäger“ e.V. im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Schweiß „Bergisches Land“ mit der Ausrichtung der VSwP beauftragt war, hob auch der 1. Vorsitzende des JGV „Oberbergischer Jäger“ e.V., Michael Knitter in der Einladung die optimalen Bedingungen hervor, um die Praxistauglichkeit und damit auch die rechtlichen Voraussetzungen für eine erschwerte Nachsuche bescheinigen zu können.

So konnte denn am Samstag, den 23. Aug. 2014 der Prüfungsleiter, Armin Lobscheid neben den Gästen, Helfern, Richtern und Richteranwärtern fünf Hundeführer mit Ihren Hunden begrüßen. Neben der Ehrenmedaille der Landesregierung NRW für den besten Hund auf der 40- und 20-Stunden–Fährte konnte der Wanderpreis und weitere Ehrenpreise vergeben werden.

Gemeldet auf der 40 –Stunden- Fährte: 3, Bestanden: 3

Foto: Joachim Orbach

Foto: Joachim Orbach

Bester Hund wurde die DD Hündin „Fahra II vom Liether Mohr“ mit der Führerin Birgit Wermerskirchen im 1. Preis. Mit jeweils einem 2. Preis wurden ausgezeichnet die DD Hündin „Jana vom Winzerhaus“, Führer Rene Roger Kirsch und der Labrador Rüde „Justus vom Hülser Bruch“, Führerin Bettina Hochsattel. Auf der 20-Stunden-Fährte konnten leider die beiden gemeldeten Hunde nicht bestehen.

Wie in jedem Jahr wurde die Prüfung auch mit einem entsprechenden Rahmenprogramm gestaltet. Dieses begann bereits am Freitag mit der Hubertusmesse in der Kapelle der Malteser Kommende in Schloss Ehreshoven, gehalten von Diakon Rolf Schwenk, unter Mitwirkung des Bläsercorps Morsbach-Mühlental unter Leitung von Hornmeister Franz-Josef Quast. Anschließend fand ein gemütliches Beisammensein im Restaurant „Bergische Schweiz“ mit einem Filmvortrag durch Revieroberjäger Kajo Schuster statt. Mit einem Abendessen im „Restaurant Bergische Schweiz“ und Preisverteilung mit verblasen der Strecke fand denn die 34. VSwP „Bergisches Land“ denn am Samstag ihren Ausklang. Ein Besonderer Dank gilt aber noch Walter Stein für seine alljährlichen Bemühungen und die Bereitstellung der Reviere mit 4 Schalenwildarten, ohne die eine Ausrichtung einer so gehobenen Prüfung nicht möglich ist.

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