Thema Jagdgesetz: Medien übertreffen sich gegenseitig

Von Frank Martini

Das Thema Jagdgesetznovellierung in NRW entwickelt sich mehr und mehr zu einer Sternstunde des öffentlich rechtlichen Rundfunks. Nachdem sich der WDR bereits mehrfach umfänglich des Themas angenommen hat, zieht der Deutschlandfunk (DLF) nun nach.

Bereit am 05. Januar hatte der DLF ein knapp zwanzigminütiges Feature von Oliver Ramme um 18.40 ausgestrahlt. In dem sehr hörenswerten Stück beleuchtet der Autor zentrale Aspekte des des Konflikts zwischen Landesjägerschaft und -regierung unvoreingenommen unter dem vielsagenden Titel Waidmanns Wut. Herausgekommen ist ein kurzweiliger Überblick der aufeinander treffenden unversöhnlichen Positionen – bei dem die der Jäger und ihrer Perspektive sehr gut wegkommt.

Website zum Beitrag Waidmanns Wut. (Bild: Screenshot DLF)

Website zum Beitrag Waidmanns Wut. (Bild: Screenshot DLF)

Anlass für die Radiomacher am Kölner Raderberggürtel, zwei Tage später, also dem Dreikönigstag nachzufassen. Für die Länderzeit des DLF hat der Moderator Michael Roehl den Umweltminister Johannes Remmel, den NABU-Landesvorsitzenden Josef Tumbrinck und den Jägerpräsidenten Ralph Müller-Schallenberg zu einer Diskussion eingeladen. In die anrufende Hörer live zugeschaltet wurden und eigene Erfahrungen zu den angesprochenen Themen äußern oder Fragen an die DIsputanten stellen konnten. Dauer dieser Sendung: von 10.10 Uhr bis 11.30 Uhr – geschlagene 80 Minuten, nur unterbrochen von den regelmäßigen Nachrichten.

Jagdwissen meint: Bestens angelegte Rundfunkgebühren. Der DLF wird damit dem Informations- und Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Sender vorbildlich gerecht. Und bietet der Jägerschaft eine weitere ausgezeichnete Möglichkeit, ein offenbar schiefes Bild von sich in der Gesellschaft geradezurücken und ihren völlig aus dem urbanen Fokus geratenen Anliegen etwas Gehör zu verschaffen.

Für alle, die die Sendung am Dreikönigsmorgen verpasst haben: Hier finden Sie den Link in der DLF-Mediathek

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