Jetzt geht’s los! Proteste gegen ÖJG-Entwurf in die Fläche

Von Frank Martini

Der Protest gegen den ÖJG-Entwurf in NRW geht in die Fläche. Bereits im Januar gibt es mehrere Veranstaltungen auf Orts- und Kreisebene. Der Landesjagdverband hat bereits zu Spenden für die Unterstützung der Aktionen aufgerufen.

Noch im alten Jahr: Demo der Ruhgebietsjäger vor dem Grünen-Landesparteirat in Mülheim. (Bild: F. Martini)

Noch im alten Jahr: Demo der Ruhgebietsjäger vor dem Grünen-Landesparteirat in Mülheim. (Bild: F. Martini)

 Jagdwissen liegen bereits zwei weitere Termine im Januar vor. Am Montag, den 12. 01. laden die beiden Kreisverbände von SPD und Grünen in Mechernich erfreulicherweise zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung über den Gesetzentwurf ein. Auf dem Podium sollen neben den MDL Norbert Meesters (SPD) und Nörwich Rüße (Grüne) auch der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht sitzen. Der LJV wird dort durch den Vizepräsidenten Georg Kurella vertreten sein. Weitere Details des Einladungstextes gibt es hier. Nach Auskunft der Stadtverwaltung bietet der Mechernicher Ratssaal Platz für bis zu 200 Menschen – eine gute Gelegenheit, der Euskirchener Kreispresse zur Kenntnis zu bringen, wie „kopfstark“ der Protest überall im Land ist.

Den fürchten offenbar auch die Initiatoren. Wegen des wenn auch großzügigen, immerhin aber begrenzten Platzangebots im Mechernicher Ratssaal bitten die Veranstalter interessierte Teilnehmer um eine verbindliche Anmeldung. Die Kreisvorsitzende der Euskirchener Grünen, Nathalie Konias, nimmt sie gern per Mail (nkoni@t-online.de) entgegen. Wir sind gespannt, ob Frau Konias evt. mehr Anmeldungen zugehen, als sie berücksichtigen kann – und würden uns bei Absagen der Grünen sehr über eine Rückmeldung unserer Leser freuen.

Zuletzt vor drei Jahren - Jäger demonstrieren vor dem Düsseldorfer Landtag. (Foto: F. Martini)

Zuletzt vor drei Jahren – Jäger demonstrieren vor dem Düsseldorfer Landtag. (Foto: F. Martini)

Auch vor dem Düsseldorfer Landtag wird es im Januar erneuten Protest geben. Bereits 10 Tage nach der Veranstaltung in Mechernich, am 22. Januar also, findet dort eine Demonstration statt. Der Termin wurde mit Bedacht gewählt – am Vormittag läuft die Expertenanhörung des Gesetzgebungsverfahrens im Umweltausschuss. Bei dieser Gelgenheit wollte auch Jagdwissen nicht abseits stehen: Angemeldet hat diese Demonstration Volker Seifert, Inhaber der Seifert NeueMedien GmbH und Betreiber dieser Site. Am gleichen Ort zur gleichen Zeit hat übrigens auch Gerd Spiecker für die Kreisjägerschaft Düsseldorf-Mettmann eine Demonstration angemeldet – so freuen sich beide auf möglichst viele Teilnehmer ihrer nun gemeinsamen Demonstration. Details wie genaue Orts- und Zeitangaben sowie zum Treffpunkt sind hier zu finden.

Weitere Veranstaltungen werden wir gern und sofort auf Jagdwissen und im Hegeruf bekannt machen – sowie wir Kenntnis von ihnen erhalten. Wenn Sie also selbst eine Demo, Infoveranstaltung, einen Diskussionsabend oder sonstige öffentlichkeitswirksame Protestveranstaltung in Ihrem Ort oder Ihrer Region planen, sind wir gern behilflich – Mail an redaktion@jagdwissen.net genügt. Wer selbst keine Veranstaltung planen oder besuchen kann, kann trotzdem helfen. Der Landesjagdverband hat bereits ein Spendenkonto zur Unterstützung für die Aktionen vor Ort eingerichtet: Bei der Volksbank Ruhr-Mitte eG (IBAN: DE25 4226 000 10108 7030 00, BIC: GENODEM1GBU) kann man unter dem Stichwort „Für Land und Leute!“ seine Unterstützung konkret adressieren. Ein Aufruf, dem Jagdwissen über sein publizistisches Engagement hinaus bereits gern gefolgt ist.

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2 Gedanken zu „Jetzt geht’s los! Proteste gegen ÖJG-Entwurf in die Fläche

  1. Johann Zöchling

    Jagd ist TIER- und NATURSCHUTZ MIT DIPLOM!

    Kein sog. Natur-/Tierschützer macht eine derart intensive Ausbildung wie Jäger!

    Grüße und WMH aus Österreich
    Johann Zöchling, geb 1954
    seit 44 Jahren intensiv Jagend

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  2. Ulrich Dißmann

    52 Jahre Jäger, mit dem Erwerb des Jagdscheins kam auch der 1.Jagdhund habe insgesamt 10 Jagdhunde abgerichtet und führe meinen 6. Hund. Habe 15 Jahre intensiv die Fallenjagd betrieben. War ca. 30 Jahre im Bläserchor bis heute . sowie einige Jahre in der Schießmannschaft Oberberg . Bin 34 Jahre Mitpächter und Pächter.
    Materialismus und Fortschrittsglaube stellen die Werte der Jagd heute in Frage und degradieren sie oft zu einer reinen Notwendigkeit zur Erfüllung der totalen Abschussverpflichtungen. Es ist schlechthin nicht möglich die Jagd unter den Kategorien wie, Vergnügen, Zerstreuung, Unterhaltung und Freizeitgestaltung im Sinne eines Hobbys eizuordnen. Das Wesen der Jagd liegt tiefer. Jagd mit Leidenschaft ist gut. Jagd aus Leidenschaft jedoch nicht. Wo die Leidenschaft zur Ursache des jagen wird, wie zum Beispiel bei einem Wilderer oder den ökologischen Jagdscheininhabern , da fehlt das Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur. Das Bewusste und Ganzheitliche – gerade diese Eigenschaften bestimmen die Jagdtugend.
    Leider war der DJV in der Vergangenheit keine eigenständige Institution mehr und hing am Gängelband der grünen Politik. Es wird aller höchste Zeit , das in Zukunft zu ändern und das wir Jäger in der Gesellschaft wieder anerkannt werden.

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