Die NAPUBLICON am 19. und 20. September in Hemer

Von Jochen Schumacher

napuLiebe Hörer, Gesprächspartner, Freunde und Unterstützer des Jagdfunk,

ich konnte meinen Idealismus mal wieder nicht zurückhalten. Ich organisiere einen „Mitmach-Kongress“. Der heißt NAPUBLICON und findet am 19. und 20. September 2015 in Hemer statt. Der Erfolg der NAPUBLICON wird in hohem Maß von Eurem Kommen und Eurem Engagement abhängen.

Warum Kommen – was habe ich davon?
Naturnutzer werden seit einiger Zeit, einer nach dem anderen, systematisch aus dem Umfeld Naturschutz und Tierrechte diskreditiert. In einem Zielpublikum, das sich immer weiter von der Natur entfremdet, ist diese Vorgehensweise äußerst wirkungsvoll.
Wir brauchen eine Strategie, um unseren wertvollen gesellschaftlichen Beitrag dauerhaft in der Gesellschaft zu verankern. Eine solche Strategie kann nur aus dem fachübergreifenden Zusammenschluss und der Vernetzung aller Naturnutzer entstehen. Mitmachen bedeutet also, aktiv zum Erhalt unserer Verantwortung für die Natur und die ländlichen Räume beizutragen.

Wie und warum mitmachen – was kann ich schon tun?
Im einfachsten Fall die NAPUBLICON besuchen und einfach nur zuhören. Das macht niemanden dümmer. Die eigenen Gedanken zu den Initiativen der anderen beitragen, ist noch besser.
Eigene Erfahrung und Argumente aus dem Gespräch mit Mitbürgern, aus gemeinsamen oder einzelnen Projekten? Ideen, die allein oder mit Partnern realisiert werden sollen? Dann bietet NAPUBLICON Gelegenheit zur Präsentation, zum Diskurs und zur Partnersuche. Im Dialog entstehen neue Kontakte, bilden sich Freundschaften und Netzwerke. Über die Naturnutzergruppen hinweg werden Impulse gesetzt. Damit die Nutzung der Natur als Teil gesellschaftlicher Verantwortung wieder den Rang einnimmt, der ihr gebührt, Es handelt sich nämlich um eine ganz natürliche Angelegenheit.

Und wer jetzt noch keine Idee hat …
Mit anfassen bei Auf- und Abbau und der Durchführung kann Jeder. Und auch dabei ist Jeder gern gesehen. Ihr habt also eine ganze Fülle verschiedener Möglichkeiten:

• Formuliert Eure Themen für die Workshops an den Nachmittagen
• reicht im Rahmen des „Call for Papers“ Vorträge ein
• weist mögliche Sponsoren darauf hin, die NAPUBLICON zu unterstützen
• formuliert Ideen, die die NAPUBLICON besser machen
• weist Eure Freunde, Verwandte und Kollegen auf die NAPUBLICON hin.
• Meldet Euch als Helfer
• Unterstützt die Idee und formt den Spirit der NAPUBLICON

Jeder von Euch hat irgendein Talent, eine Erfahrung, die er beisteuern kann. Zweifelt nicht – traut Euch! Weil Machen einfach Spaß macht. Und nur gemeinsames Machen gemeinsame Stärke hervorbringt!

Wo nehme ich soviel Optimismus her?
Aus inzwischen zweijähriger Erfahrung als Macher des Jagdfunk. In dieser Zeit war ich nicht nur Moderator, ich war auch Besucher von Konferenzen und Workshops und habe als Gast in anderen Podcasts die Jagd erklärt. Wenn man sich kennenlernt, gehört die Frage nach dem „Was machst Du denn so?“ zu den Standard-Floskeln. Die Antwort, dass ich den Jagdfunk betreibe, sorgt bei den Menschen selten für Ablehnung. Meist entsteht aus der ersten Verwunderung Neugier, die sich Bahn bricht und in aufrichtigem Erstaunen mündet. Die Menschen haben in Ihrem Alltag keinen unmittelbaren Zugang zur Nutzung der Natur und sind verblüfft von den vielfältigen Zusammenhängen, ihrer eigenen Rolle, vom Geben und Nehmen und von den einfühlsamen Güterabwägungen zwischen Fürsorge und Nutzung. Vorbehalte zerfallen zu Staub und die Jagd wird als ungemein spannend, nützlich und gesellschaftlich bedeutsam empfunden.
Ganz ähnlich waren meine Erfahrungen als Moderator. Von meinen bislang dreißig Gesprächspartnern habe ich stets ungemein viel gelernt. Zu fast allen stehe ich in freundschaftlichem Kontakt und teils regem Austausch. Überrascht hat mich das tolle Feedback meiner Hörer – selbst solcher, die „zufällig“ über den Jagdfunk gestolpert sind. Immer wieder waren auch solche Hörer dabei, die abgesehen von den üblichen Vorbehalten und Vorurteilen, selbst nie etwas mit der Jagd zu tun hatten.
Auch unter den anderen Naturnutzern finden sich Aktive mit anderen Projekten, denen ich mit der NAPUBLICON einen gemeinsamen Ort schaffen möchte.

Die Botschaft:
Die Menschen lassen sich überraschen, sie mögen neue Netzwerke und Veränderung geht! Deshalb habe ich den nötigen Optimismus, um die NAPUBLICON ins Leben zu rufen. Wie sie lebt und wächst, was sich aus ihr entwickelt, hängt maßgeblich von Euch ab. Also: mindestens anmelden und kommen! Noch besser: Mal kurz in Euren Erfahrungen kramen und überlegen: Gibt es ein Thema, ein Referat oder einen Workshop, das ich beisteuern kann? Ihr werdet staunen, wie wenig Ihr mit Euren Gedanken und Ideen allein seid, weil uns allen die Natur, unsere Kulturlandschaft und deren legitime nachhaltige Nutzung nicht egal ist, sondern wir dafür einzutreten wissen. Auch das ist ein wichtiges Signal, das von der NAPUBLICON ausgehen kann. Für eine (wieder) bessere Akzeptanz von Naturnutzung, Land- und Forstwirtschaft, Wissenschaft, Jagd, Fischerei, Schäferei, …

Sichere Dir Dein Ticket und gestalte das Programm.

Wir sehen uns in Hemer!

Jochen Schumacher

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