Das Zeichnen des Wildes

blattschussBlattschuss: je nach Höhe des Schusses auf dem Rumpf steile Flucht nach oben (mit angewinkelten Vorderläufen) bei einem Tiefblattschuss oder schlagartiges Zusammenbrechen bei einem hohen Blattschuss.

 

 

weidwundschussSchuss in das große oder kleine Gescheide, auch Leber- und/oder Milztreffer: deutlichen Zusammenrucken des gesamten Wildkörpers und Wegflüchten mit erkennbar krummen Rücken (ausgenommen Schwarzwild).

 

 

krellschussKrellschuss: blitzartiges Zusammenbrechen – oft liegt das Stück für Sekunden (oder auch länger) auf dem Ziemer – und heftiges Schlegeln. Das beschossene Stück wird häufig schnell wieder hoch und verlässt hochflüchtig und „optisch“ gesund den Anschuss.

Äserschuss: auf eine Hochflucht folgt ein Wegflüchten mit tiefem Haupt – Sauen pflügen mit dem zerschossenen Gebrech nicht selten den Boden – und Schütteln des Kopfes während der Flucht. Da dieses Zeichnen nur schwer darstellbar und auch wenig eindrucksvoll ist, verzichten wir auf eine zeichnerische Darstellung.

vorderlaufschussVorderlaufschuss: Wild knickt dort ein, wo ihm die Stütze weggeschlagen wurde. Bisweilen geht das Stück auch mit dem ganzen Rumpf zu Boden. Beim Wegflüchten ist der unkoordinierte Bewegungsablauf meist deutlich zu erkennen, oft schlenkert auch der zerschossene Lauf.

 

 

brustkernschussBrustkernschuss: Das beschossene Stück zeichnet mit einer steilen Hochflucht – ähnlich wie bei einem tiefen Blattschuss – und flüchtet wie gesund. Bei einem grobe Brustkernschuss bleibt das beschossene Stück oft aus Atemnot schon nach kurzer Fluchtstrecke mit tiefen Haupt und offenem Äser stehen (siehe Zeichnung) und flüchtet erst nach ein paar Sekunden weiter. Solches „Verhoffen“ kann sich auf den ersten paar hundert Metern mehrmals wiederholen.

Träger- / Hals-Schuss: je nach Sitz der Kugel Zeichnen wie bei einem Krellschuss (wenn die Kugel den Hals im oberen Drittel getroffen hat) oder blitzartiges Zusammenbrechen bei einem Wirbelsäulen-Treffer. Bei einem Schuss nur durch Drossel und Schlund ist das Zeichnen sehr unklar – weil optisch sehr unterschiedlich – nicht eindeutig zu beschreiben und auch nicht zu zeichnen.

keulenschussKeulenschuss: Meist knickt das beschossene Stück hinten ein, ja oftmals geht es mit der gesamten Hinterhand zu Boden. Das Hochwerden ist häufig sehr mühsam und – weil der Schub eben aus der Hinterhand kommt – das Wegflüchten oder Wegziehen erscheint nicht selten auch recht langsam.

Ein Gedanke zu „Das Zeichnen des Wildes

  1. Joachim Orbach

    Ein Hinweis für Hegeringe und Jagdgebrauchhundevereine:

    Verlinken Sie diesen Beitrag auf ihrer Homepage.

    Joachim Orbach

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