Das “ökologische Gleichgewicht”

Aber warum dann auch heute noch immer dieses Katastrophengerede, diese medialen Aufstände?

Weil eine zunehmend militant agierende Interessengruppe es geschafft hat, aus diesem Gemenge aus Unsicherheit, Angst und fehlender Information ein hoch lukratives Geschäftsfeld zu entwickeln, das es natürlich mit allen Mitteln zu verteidigen gilt. Mit hoch professionellen Strukturen, durch 1.000 Prozesse gestählt, stemmen sie sich reflexartig gegen jede Veränderung unserer Umwelt, immer mit dem Totschlag- Argument der „Störung des ökologischen Gleichgewichts“. Das sie praktischerweise vorher selbst definiert haben. Und wir, die mittlerweile massiv Gegängelten, wir selbst haben ihnen bereitwillig das nötige Gängelungs- Instrumentarium an die Hand gegeben, sie parlamentarisch abgenickt – Recht auf Verbandsklage, andere teils völlig hirnrissige Gesetze und Durchführungsverordnungen.

Die Folgen davon sehen wir tagtäglich. Nicht ein einziges größeres Investitions- Vorhaben, sei es noch so sorgfältig geplant und noch so sehr durch geltendes Recht gedeckt, geht ohne Klage oder wenigstens Androhung einer Klage durch – die dann oft genug nach Zahlung einer „Entschädigungs- Summe“ in Millionenhöhe zurückgezogen wird. Davon gehen dann 20 % in irgendeine obskure “Ausgleichsmaßnahme”, die anderen 80 % landen auf den entsprechenden Gehaltskonten. Für den Investor aber immer noch billiger, als jahrelang durch alle Verwaltungsgerichts- Instanzen prozessieren zu müssen, oft genug auch noch konfrontiert mit tendenziell grün- rot angehauchten Behörden, vor allem zeitgeistgerecht grün durchtränkter Presse. Diese “Umweltschutz- Manager” gehen dabei mit einer so überheblichen Arroganz, einem so dreisten Anspruchsverhalten an die Öffentlichkeit und vor die Gerichte, dass manche Unternehmer sich vor dieser Chuzpe die Augen reiben und einige sie sich glatt zum Vorbild nehmen. Ganz sicher gab es Zeiten, in denen entschlossener Widerstand nötig war, um flächendeckenden, massivsten Umweltzerstörungen Einhalt zu gebieten – ich denke hier an die 50er, 60er und 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Aber diese Zustände sind längst abgestellt, und es wird höchste Zeit, wieder zu einer realistischen Betrachtung der Welt und ihrer Entwicklung zurückzukommen.

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