Das “ökologische Gleichgewicht”

Von Manfred Nolting

„Natürliches“ oder „ökologisches Gleichgewicht“

Ein wahrhaft erschlagender Begriff!! Überaus eifrig in Gebrauch, ist er die Totschlag- Keule unserer Weltenretter, mit denen sie jeden Einwand gegen ihre Visionen und Utopien wirkungsvoll abwürgen. Und sie machen eifrig Gebrauch davon!! Zunächst einmal: Es besteht Einigkeit darüber, dass „natürliches“ und „ökologisches Gleichgewicht“ als Synonyme verstanden werden und im sprachlichen Gebrauch sind. So werde ich im Folgenden beide Begriffe verwenden und dabei dasselbe meinen.

Was ist denn nun das ominöse „natürliche Gleichgewicht“? Wie ist es definiert, nach welchen Regeln und Messgrößen (die dann ja allgemein anerkannt sein müssten, nebenbei bemerkt)? Und wer definiert es? Das sind ganz einfache Fragen. Und niemand kann sie bündig und abschließend beantworten, auch der renommierteste Wildbiologe und Umweltforscher nicht. Jeder macht sich sein eigenes „ökologisches Gleichgewicht“ und verteidigt es verbissen gegen jeden Angriff.

Aber wer sollte denn am „ökologischen Gleichgewicht“ etwas auszusetzen haben? Grundsätzlich alle und jeder! Aber immer nur an dem des jeweils anderen. Denn das „ökologische Gleichgewicht“ eines NABU-, BUND- oder Grünen- Funktionärs z. B., die die ausufernden Bestände des Kormorans in Europa mit Zähnen und Klauen gegen jede Regulierung verteidigen, deren „ökologisches Gleichgewicht“ also ist ein völlig anderes als z. B. das des Fischbiologen und Anglers, die ihre jahrzehntelange Arbeit durch ideologische Haltebefehle vernichtet sehen. Ihr „ökologisches Gleichgewicht“ ist das vor dem Massenauftritt der Kormorane, und auch sie wissen das bestechend logisch zu begründen.

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