Kategorie-Archiv: Waldbau

Offener Brief an den Präsidenten des NABU Deutschland und seine Mitglieder

Von Prof. Dr. Hans-Leopold von Sperber

Sehr geehrter Herr Präsident Tschimke, liebe Naturschützer und Mitglieder des NABU,

pünktlich zum Jahresende hat der NABU medienwirksam den Dinosaurier, Deutschlands
peinlichsten Umweltpreis, an Philipp Freiherrn zu Guttenberg und die von ihm vertretene (Zitat NABU):„kleine Minderheit“ von 2,2 Mio. Waldbesitzern, Kommunen, Kirchen und Stiftungen vergeben (Siehe Internet unter „NABU Dinosaurier“).

Jedem Bundesbürger wäre als Preisträger 2015 spontan und ohne jede Suche VW eingefallen. Wäre nicht in diesem Falle in guter Tradition des NABU Herr Winterkorn ein würdigerer Preisträger gewesen? Oder hat Herr zu Guttenberg recht mit seiner Bemerkung über Spenden und Ablasszahlungen an den NABU von VW und anderen (Zitat Nabu zur Preisverleihung:„mächtigen Industrien“)? Muss die Spende nur gross genug sein, sich das Schweigen des NABU zu erkaufen? Wo bleibt Ihr Engagement, wenn es nicht um Finanzinteressen des NABU, sondern weltweit wirklich um die bedrohte Umwelt, um die Bewahrung dieser Erde geht? Weiterlesen

Minister Remmel: „Waldschutz ist auch Klimaschutz“

Pressemeldung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 20.11.2015

Waldzustandsbericht 2015: Verbesserung der Eiche setzt sich langsam fort, Buche mit deutlicher Erholung.

DSC01586Der Zustand des Waldes in NRW hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Nach dem aktuellen Waldzustandsbericht 2015 der NRW-Landesregierung weisen 26 Prozent der Bäume zwischen Rhein und Weser deutliche Blatt- und Nadelverluste (höchste Schadenskategorie) aus. Im Jahr davor waren es noch 36 Prozent. 28 Prozent der Bäume in NRW weisen keinerlei Kronenverlichtungen auf und gelten daher als gesund, ein Anstieg um fünf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. „Unsere Wälder sind Alleskönner: Sie sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen und damit Teil des wilden Nordrhein-Westfalens. Sie dienen den Menschen zur Erholung und sind Produktionsstätten für den nachwachsenden Rohstoff Holz“, sagte Umweltminister Johannes Remmel bei der Vorstellung des Weiterlesen

Rotwildbestände auf wissenschaftlicher Grundlage ermitteln

Pressemeldung des Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft vom 06.10.2015

Sachsenforst und TU Dresden vereinbaren Kooperation

n Sachsen sollen die Rotwildbestände künftig besser und auf wissenschaftlicher Grundlage erfasst werden. Der Staatsbetrieb Sachsenforst und die Professur Forstzoologie haben dazu eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Inhalt ist die gemeinsame Untersuchung, welchen Einfluss verschiedene Tiergemeinschaften – darunter auch das Rotwild – auf die Wälder in Sachsen haben.

„Viele Menschen im Erzgebirge sorgen sich um die Rotwildbestände. Dies nehmen wir ernst“, so Forstminister Thomas Schmidt. „Ich freue mich deshalb, dass unser Staatsbetrieb und die Wissenschaftler aus Tharandt dieses wichtige Thema gemeinsam aufgreifen und in einem ersten Forschungsprojekt zum Rotwild weitere Grundlagen für ein zeitgemäßes Wildtiermanagement schaffen werden“. Weiterlesen

Start der Waldzustandserhebung 2015

Pressemeldung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 22.07.2015

Staatssekretär Becker: „Weniger als ein Viertel aller Bäume ist als gesund zu bezeichnen“

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Bild: Volker Seifert

Der Gesundheitszustand des nordrhein-westfälischen Waldes zeigte in den vergangenen Jahren eine fallende Tendenz. Die Gründe dafür liegen nicht mehr nur wie zu Beginn der Erhebungen in den achtziger Jahren in schlechter Luft- und Bodenqualität. Heute sind am Wald auch die ersten negativen Folgen des Klimawandels abzulesen. „Die jährliche Erhebung zum Waldzustand liefert uns wichtige Ergebnisse, um den Wald auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten“, erläuterte der parlamentarische Staatssekretär Horst Becker heute beim Start der Erhebungen zum Waldzustandsbericht 2015 im Kottenforst im Rhein-Sieg-Kreis. „Die Werte des letzten Berichts waren besorgniserregend. Demnach haben wir heute mehr als dreimal so viele Bäume mit starken Schäden wie zu Beginn der Aufzeichnungen vor etwa 30 Jahren. Der Klimawandel und die damit einhergehenden Wetteränderungen, insbesondere lange Trockenphasen, machen dem heimischen Wald stark zu schaffen“, erläuterte Becker. „Wir wollen und werden hier gegensteuern.“ Weiterlesen

Lebens ( t ) räume

Von Christoph Frucht, Ehrenpräsident des JGHV

Veränderungen im Naturgefüge

Es gibt ein sehr eindrucksvolles Bild von dem von mir sehr verehrten, leider längst  verstorbenen Kollegen Walter Niedl. Der sein Lebenswerk als Forstmann als Betreuer des Stadtwaldes von Amberg geleistet hat.

Das Bild zeigt einen Sprung Rehe, der in einem großen, frisch zur Saat vorbereiteten Feld steht. Irgendwie scheinen die Rehe in dieser erdig braunen Wüste völlig verloren. Und so heißt der Bildtitel: …..und das nennen sie Lebensraum !

Da wird sich heute mancher Jägersmann fragen, was ist daran so fragwürdig ? Das ist doch einfach so ! ?
Doch, es ist heute so ! Weiterlesen

NRW-Wald bald kein Bürgerwald mehr ?

Pressemeldung des Waldbauernverband Nordrhein-Westfalen e.V. vom 06.02.2015

Stellungnahme: Der Waldbauernverband NRW lehnt die in der Biodiversitätsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen geplante Überführung von Waldflächen des Landes in eine Naturerbe-Stiftung ab.

logoAngesichts der von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen verabschiedeten Biodiversitätsstrategie wachsen die Zweifel, ob der Landeswald bald nicht mehr dem Bürger, sondern nur noch einer grünen Elite aus Politik und Naturschutzorganisationen gehören wird.

Hier ist unter anderem geplant, die landeseigenen Naturschutzflächen in eine „Naturerbe-Stiftung“ auszulagern, um die biologische Artenvielfalt zu schützen. „Zu schützen vor wem ?“ fragen sich auch die privaten Waldeigentümer. Weiterlesen

Koordinierte Reviergestaltung und Wildbewirtschaftung

Von Joachim Orbach / Volker Seifert

GoldkauleSeit Jahrzehnten werden innerhalb der Jägerschaft die Verschlechterung der Jagdmöglichkeiten, wenn nicht beklagt, so doch zumindest festgestellt. Neben der schwindenden gesellschaftlichen Akzeptanz der Jagd und der daraus resultierenden ständigen Verschlechterung der gesetzlichen Bestimmungen, die den jagdlichen Handlungsraum beschränken, wird eine großräumige Verschlechterung der Revierverhältnisse bemerkt. Weiterlesen

Wald, Wild und Waldbetriebsarten

 Von Joachim Orbach

Foto: Joachim orbach

Foto: Joachim Orbach

Das Jahr 2011 war das „Internationale Jahr der Wälder“. Für Joachim Orbach aus Waldbröl Grund genug, sich auch Thema Wald, Wild und Waldbetriebsarten zu widmen.

Bei allen Diskussionen um den Wald sollte man zunächst einmal die Worte aus der 9.  Auflage „Das Rehwild“ von Ferdinand von Raesfeld, A. H. Neuhaus und Dr. K. Schaich bedenken: „Wir wurden aber auch – selbst bei sehr kritischer Betrachtung – in unserer Weiterlesen