Archiv der Kategorie: Jagdpraxis

Jagdhundeausbildung wird weiter professionalisiert

Pressemeldung des Staatsbetriebs Sachsenforst vom 10.09.2015

Sachsenforst und der Landesjagdverband Sachsen eröffnen erstes Schwarzwild-
großgatter zur Jagdhundeausbildung in Sachsen

Quelle: Sachsenforst

Quelle: Sachsenforst

Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat heute sein neu errichtetes Schwarzwildgatter
im Wermsdorfer Wald bei Leipzig an den Landesjagdverband Sachsen übergeben.
Dieser wird das Schwarzwildgatter künftig betreiben und den reibungslosen und
tierschutzgerechten Ablauf der Jagd- hundeausbildung am wehrhaften Wild garantieren.

Die Schwarzwildstrecke liegt in Sachsen seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau. Im  Jagdjahr 2015 wurden landesweit etwa 27.000 Schwarzkittel erlegt. Weiterlesen

Waidgerechtigkeit muss auch unter neuem Jagdgesetz eingehalten werden!

Pressemeldung von Rainer Deppe, Umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion im Landtag von NRW vom 20.08.2015

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Rainer Deppe, CDU

„Der Tierschutz darf seine Gültigkeit auch mit dem neuen Jagdgesetz nicht verlieren“, stellt der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Rainer Deppe in Folge der Berichterstattungen um das Bekanntwerden von tierschutzwidrigen Jagden auf Rotwild im staatlichen Revier Gut Burghof in Lichtenau (Kreis Paderborn) klar. „Die Grundsätze deutscher Waidgerechtigkeit müssen eingehalten werden. Die Gatterjagd als eine Form der sog. Effizienzjagd verstößt klar gegen die Jagdethik. Minister Remmel darf solche Praktiken in seinem Geschäftsbereich nicht länger tolerieren“, so Deppe weiter, der gemeinsam mit der stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Christina Schulze Föcking jetzt mittels einer Kleinen Anfrage von der Landesregierung Aufklärung verlangt. Weiterlesen

Das ökologische Jagdgesetz in NRW – Broschüre mit ausführlichen Erläuterungen zum neuen Jagdrecht veröffentlicht

Pressemeldung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 12.08.2015

oejgnrwNach dem Inkrafttreten des ökologischen Jagdgesetzes (ÖJG) für Nordrhein-Westfalen gibt nun eine umfassende Broschüre „Das ökologische Jagdgesetz NRW“ allen Interessierten Erläuterungen zum neuen Jagdrecht an die Hand. Dargestellt werden die neuen Jagd- und Schonzeiten ebenso wie Informationen zu Jagdausübung. Hinzu kommen Erläuterungen zur Hege, zum Natur- und Tierschutz sowie zu Gesellschaftsjagden.

Für Minister Remmel steht außer Frage, dass die Jagd auch weiterhin als gelebte Tradition eine Zukunft hat: „Der Zweck der Jagd hat sich im gesellschaftlichen Bewusstsein der vergangene Jahrzehnte aber verändert. Das findet seinen Ausdruck im neuen Gesetz, indem ein Schwerpunkt nunmehr auf dem Schutz von Wald und Wildtieren und weniger auf dem einzelnen Abschuss und dem Erlangen von Trophäen liegt.“ Mit dem ökologischen Jagdgesetz werde die Akzeptanz bei den Menschen in NRW verbessert. „Die Jagd wird teilweise in der Öffentlichkeit zu sehr nur als Hobby einiger Weniger angesehen. Mit dem neuen Gesetz hingegen wollen wir dazu beitragen, deutlich zu machen, dass die Jagd und die Jägerinnen und Jäger einen wichtigen Dienst an der Allgemeinheit leisten“, betonte Remmel.

Die Broschüre „Das ökologische Jagdgesetz NRW – Erläuterungen zum neuen Jagdrecht“ kann heruntergeladen und bestellt werden unter www.umwelt.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-719 (Wilhelm Deitermann).

Broschüre als pdf downloaden (2,4 MB)

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Die NAPUBLICON am 19. und 20. September in Hemer

Von Jochen Schumacher

napuLiebe Hörer, Gesprächspartner, Freunde und Unterstützer des Jagdfunk,

ich konnte meinen Idealismus mal wieder nicht zurückhalten. Ich organisiere einen „Mitmach-Kongress“. Der heißt NAPUBLICON und findet am 19. und 20. September 2015 in Hemer statt. Der Erfolg der NAPUBLICON wird in hohem Maß von Eurem Kommen und Eurem Engagement abhängen. Weiterlesen

Besorgniserregende Ausbreitung des Waschbären und anderer eingeschleppter Wildarten festgestellt

Pressemitteilung des Landesjagdverband Sachsen vom 07.05.2015

Neue Wildtiererfassung wird im Rahmen des Landesjägertages vorgestellt

wildtiererfassungSeit dem Jagdjahr 2000/01 registrieren die Jäger im Freistaat systematisch Vorkommen und Verbreitung von Wildarten im Rahmen der „Wildtiererfassungen“ des Lan-
desjagdverbandes Sachsen. Auch die Neubürger Waschbär und Mink wurden darin berücksichtigt. Im aktuellen Projekt „Wildtiererfassung 2013 im Freistaat Sachsen“ konnten die Daten zum Vorkommen von Wild auf der Basis von 582.000 ha Revierfläche wissen-schaftlich fundiert ausgewertet werden. Das entspricht ca. 37% der Jagdwirtschaftsfläche im Freistaat. Die Ergebnisse ausgewählter Arten der Wildtiererfassung sind darüber hinaus auch in die bundesweite flächendeckende Erfassung im Rahmen des „WildtierInformationssystem der Länder Deutschlands“ (WILD) des Deutschen Jagdverbandes e.V. eingeflossen. Zum Landesjägertag, der wichtigsten
Versammlung der organisierten Jäger im Freistaat Sachsen, am 09. Mai 2015 in Freital werden die umfangreichen Ergebnisse vorgestellt. Weiterlesen

Sind unsere Verbands-Prüfungen noch zeitgemäß?

Von Bernd Krewer

oder

Welche Eigenschaften unserer Jagdhunde brauchen wir im heutigen Jagdbetrieb?

Winfried Edelmann

Winfried Edelmann

Alle Jahre wieder berät und beschließt der Verbandstag des Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV) in Fulda redaktionelle und manchmal auch materielle Änderungen in den Prüfungsordnungen des JGHV. Und nur diese sind in dieser Betrachtung gemeint, nicht die oft sehr auf die jeweilige(n) Rasse(n) fokussierten Prüfungsordnungen der Nicht-Vorstehhund-Zuchtvereine.

Auf den Verbandsjugend- und Verbandsherbstzucht-Prüfungen (VJP und HZP) sollen die ererbten und nur wenig durch den Führer beeinflussten Anlagen festgestellt werden. Die Ergebnisse erlauben Rückschlüsse auf den Erbwert der Eltern und damit auch den Zuchtwert des geprüften Hundes. Feld (und Wasser) ist dabei die Bühne und am darin beheimateten Niederwild sollen die Hunde ihre ererbten Anlagen zeigen. Weiterlesen

Lebens ( t ) räume

Von Christoph Frucht, Ehrenpräsident des JGHV

Veränderungen im Naturgefüge

Es gibt ein sehr eindrucksvolles Bild von dem von mir sehr verehrten, leider längst  verstorbenen Kollegen Walter Niedl. Der sein Lebenswerk als Forstmann als Betreuer des Stadtwaldes von Amberg geleistet hat.

Das Bild zeigt einen Sprung Rehe, der in einem großen, frisch zur Saat vorbereiteten Feld steht. Irgendwie scheinen die Rehe in dieser erdig braunen Wüste völlig verloren. Und so heißt der Bildtitel: …..und das nennen sie Lebensraum !

Da wird sich heute mancher Jägersmann fragen, was ist daran so fragwürdig ? Das ist doch einfach so ! ?
Doch, es ist heute so ! Weiterlesen

Probensammlung zur Vogelgrippe – Jäger sollen helfen

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts sind im November 2014 in einem Geflügelbestand sowie bei einer Krickente in Mecklenburg-Vorpommern Vogelgrippeviren nachgewiesen worden. In den Niederlanden konnte der Erreger der aviären Influenza H5N8 im gleichen Monat bei zwei Wildenten bestätigt werden. Auch bei zwei Stockenten in Sachsen-Anhalt wurde er nachgewiesen.

Kann Überträger sein - die Stockente. (Bild: F. Martini)

Kann Überträger sein – die Stockente. (Bild: F. Martini)

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Einstellung der Fuchsjagd in Luxemburg

FSHCLPosition der FSHCL zur beabsichtigten Einstellung der Fuchsjagd in Luxemburg

Die FSHCL vertritt den Standpunkt, dass die Jagd im Großherzogtum Luxemburg, so wie das
neue Jagdgesetz dies verlangt, im Interesse der Allgemeinheit ausgeführt werden muss. Wie in der Vergangenheit bietet die Jägerschaft auch in Zukunft unserem Land und unserer
Bevölkerung bedeutende Hilfestellungen an, wenn es um die Regelung von Wildtierpopulationen geht. Wie bedeutend diese Hilfestellungen sind, sieht man an der Tatsache, dass von den Jägern für Reh-, Rot- und Schwarzwild minimale Abschusszahlen, unter Androhung von Disziplinarmaßnahmen, gefordert werden. Es ist für uns Jäger umso befremdlicher, dass jetzt die Jagd auf den Rotfuchs in Luxemburg eingestellt werden soll. Da der Fuchs ein opportunistischer, sehr anpassungsfähiger Beutegreifer ist, sind seine Populationen weitgehend unabhängig von denen seiner Beutetierarten. In unseren Breitengraden können höchstens Klimaextreme und die Tollwut die Fuchsbestände empfindlich reduzieren. Und beides tritt höchst selten auf. Ein Verzicht auf die Fuchsjagd wird kurzfristig dazu führen, dass die Fuchsbestände in Luxemburg stark ansteigen (x2 oder x3) mit weitreichenden Folgen für unsere Biodiversität, unsere Landwirtschaft und unsere Bevölkerung so dass wir uns Sorgen machen, inwiefern wir die Jagd in Luxemburg auch noch in Zukunft im Interesse der Allgemeinheit ausführen können. Weiterlesen

Neue Petition: Arnsberger Jäger wollen Sikawild erhalten

Von Frank Martini

Die „Hegegemeinschaft Arnsberger Wald“ hat heute eine Petition zum Erhalt des Sikawildes im Sauerland im Internet veröffentlicht. Der geänderte Gesetzentwurf für ein ökologisches Jagdgesetz in NRW sehe eine Ausrottung der mehr als seit 120 Jahren im Arnsberger Wald heimischen Schalenwildart vor. Dagegen haben die Initiatoren der Petition nun eine Unterschriftensammlung gestartet.

Ruft zur Stimmabgabe im Internet auf - die Hegegemeinschaft Arnsberger Wald. (Bild: Screenshot openPetition)

Ruft zur Stimmabgabe im Internet auf – die Hegegemeinschaft Arnsberger Wald. (Bild: Screenshot openPetition)

Offenbar angespornt vom Erfolg Carl-August Schübelers von der Internationalen Gesellschaft Sikawild (IGS) für den Erhalt von Cervus nippon in seiner Heimat, dem Weserbergland, hat nun auch die Hegegemeinschaft Arnsberger Wald die Initiative ergriffen. Auf dem Online-Portal openPetition bittet sie um Unterstützung für den Erhalt des Sikawildes im Sauerland. Weiterlesen