Kategorie-Archiv: Jagdgesetz NRW

„Mittwochs-Demos“ in Düsseldorf – Jäger legen nach

von Frank Martini

Nach dem überbordenden Erfolg der Demonstration am 18. März vor dem Düsseldorfer Landtag geht der Protest der NRW-Jäger nun in die nächste Runde.  Nun ist für den 22. April, wieder ein Mittwoch, eine erneute Demo von 14.30 bis 15.30 Uhr geplant.

Überbordender Erfolg - die Jägerdemo am 18. März. (Bild: LJV-NRW/F. Martini)

Überbordender Erfolg – die Jägerdemo am 18. März. (Bild: LJV-NRW/F. Martini)

Zu der März-Demo waren 15.000 Teilnehmer erschienen – 5.000 mehr, als der Landesjagdverband als Veranstalter erwartet und angemeldet hatte! Damit die Wirkung dieser Großdemonstration nicht im weiteren parlamentarischen Verfahren verpufft, soll der Druck nun mit einer weiteren Demo in der Landeshauptstadt aufrecht erhalten werden. Unter Federführung der Kreisgruppe Düsseldorf und Mettmann ist eine Wagenburg aus 25 rollenden Waldschulen auf der Parlamentswiese angemeldet, die der Landesjagdverband unterstützt. Weiterlesen

Für Hege, Waidgerechtigkeit, Artenschutz und Eigentum

Pressemitteilung der NRW-CDU-Landtagsfraktion vom 19.03.2015

CDU legt eigenen Entwurf zur Änderung des Landesjagdgesetzes vor

„Für uns steht die Hegeleistung der Jäger im Vordergrund. Sie ist Verpflichtung und für das Gleichgewicht in der Natur unverzichtbar“, erklärt Rainer Deppe, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen. Deshalb steht die Hege ganz vorne im Gesetzentwurf der CDU: „Ziel dieses Gesetzes ist die Verwirklichung einer an der Hegeverantwortung des § 1 Abs. 2 BJagdG ausgerichteten Jagd, die artenreiche Wildbestände nachhaltig und tierschutzgerecht nutzt.“ (§ 1 Abs. 2)

In insgesamt 86 Änderungsanträgen macht die CDU ihre Alternativen zum rot-grünen Bevormundungsgesetz deutlich. Sie sind an naturwissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet und nehmen die Praxiserfahrungen aus der Jagd in das Gesetz auf. Weiterlesen

Drinnen und draußen – Jäger vor und im Landtag

Von Volker Seifert und Frank Martini

Rund  300 Jäger aus allen Landesteilen haben sich am Donnerstag, den 22. Januar, vor und im Parlamentsgebäude in Düsseldorf versammelt. Um zu demonstrieren und zuzuhören – bei der öffentlichen  Expertenanhörung zur großen Jagdgesetznovelle im Plenarsaal.

Die nahmen ein paar Jäger aus Essen, Düsseldorf und Mettmann zum Anlass, sich spontan zu der Initiative „Wir sind Jagd“ zusammenzuschließen. Ihr einziger Zweck: Kurzfristig eine Demo für den Termin zu organisieren. Denn die Anhörung ist ein entscheidender Schritt im Gesetzgebungsverfahren. Dazu wollten sie möglichst viele Betroffene mobilisieren – trotz des ungünstigen Termins mitten in der Woche.

 Fehlerteufel: Natürlich war die Demo bereits am Donnerstag – wir bitten um Entschuldigung!

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Erste Reaktionen auf die Expertenanhörung zum ÖJG-NRW

Von Volker Seifert

Zur Anhörung am 22.01.2015 zum geplanten Landesjagdgesetz im Umweltausschuss erklären die stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Christina Schulze Föcking, und der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Rainer Deppe:

Quelle: CDU-Landtagsfraktion

Quelle: CDU-Landtagsfraktion

Rainer Deppe: „Die Bedenken gegen den rot-grünen Gesetzentwurfsind groß. Das Gesetz führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Tierschutz. Die Wildschäden werden zunehmen, die Artenvielfalt dagegen sinken. Die Gefahr von schweren Erkrankungen wie Tollwut und Fuchsbandwurm wird nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen steigen. Wenn die Hegeverpflichtung der Jäger zukünftig statt für 116 nur noch für 27 Tierarten bestehen bleibt, schadet das der Artenvielfalt, insbesondere den ohnehin bedrohten Bodenbrütern. Dieses Gesetz wird aus ideologischen Gründen vorangetrieben und lässt die Praxis in der Natur vollkommen außen vor.“

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Demo vor dem Landtag zur Expertenanhörung

Von Frank Martini

Unter dem Motto „WIR SIND JAGD“ haben sich Jäger der Kreisgruppe Düsseldorf-Mettmann und die Betreiber dieser Website zusammengeschlossen, um eine Demonstration vor dem Landtag in Düsseldorf zu organisieren. Am Donnerstag, den 22. Januar um 10.00 Uhr, geht der Protest vor dem Parlament los.

WsJ_LogoMehrere hundert Jäger aus allen Landesteilen haben ihr Kommen bereits zugesagt. Treffpunkt der Demonstranten ist die Landtagswiese direkt gegenüber dem Eingang ins Parlamentsgebäude. In dessen Plenarsaal beginnt nämlich um 11.00 Uhr die öffentliche Anhörung der Experten vor dem Umweltausschuss zum ÖJG-Entwurf aus dem Ministerium von Johannes Remmel. Dorthin hatten die Parlamentarier den umstrittenen Entwurf nach der ersten Lesung zur weiteren Beratung überwiesen. „Höchste Eisenbahn“, den Termin für einen massiven Protest vor dem Regierungsgebäude zu nutzen, finden die Initiatoren.

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Info oder Demo? Überraschung in Mechernich

Von Frank Martini und Volker Seifert

Es sollte ein Heimspiel werden – der Informations- und Diskussionsabend, mit dem die Euskirchener Grünen gemeinsam mit der SPD der Öffentlichkeit im Mechernicher Ratssaal den ÖJV-Gesetzentwurf schmackhaft machen wollten. Doch dann kam alles ganz anders.  

Rund 300 Demoinstranten, darunter viele Auswärtige, waren zu der Infoveranstaltung gekommen. (Bild: V. Seifert)

Rund 300 Demoinstranten, darunter viele Auswärtige, waren zu der Infoveranstaltung gekommen. (Bild: V. Seifert)

Mit dem von der Mitveranstalterin erwarteten „Heimspiel“ war es damit „Essig“ – mehr noch: Wie die Grüne Kreisvorsitzende Nathalie Konias freimütig zugab, ist auch bei ihr zu Hause seit Monaten „Strom in der Tapete“. Denn, so Konias, sie sei mit einem Jäger verheiratet. Und der habe naturgemäß wenig Verständnis für die Auffassungen und Pläne ihrer Partei in Sachen Jagdpolitik. Die Veranstaltung eröffnete sie deshalb angesichts der „Lodenmehrheit“ im Mechernicher Ratssaal mit einem Wort an den Moderator des Abends: „An Ihnen liegt es nun, ob ich morgen friedvoll mit meinem Mann frühstücken kann.“ Das Spaltpotential des ÖJG-Entwurfs belastet damit nun erkennbar nicht mehr nur die Rot-Grüne Düsseldorfer Regierungsehe, es ist längst in den Haushalten der Beteiligten angekommen.

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Thema Jagdgesetz: Medien übertreffen sich gegenseitig

Von Frank Martini

Das Thema Jagdgesetznovellierung in NRW entwickelt sich mehr und mehr zu einer Sternstunde des öffentlich rechtlichen Rundfunks. Nachdem sich der WDR bereits mehrfach umfänglich des Themas angenommen hat, zieht der Deutschlandfunk (DLF) nun nach.

Bereit am 05. Januar hatte der DLF ein knapp zwanzigminütiges Feature von Oliver Ramme um 18.40 ausgestrahlt. In dem sehr hörenswerten Stück beleuchtet der Autor zentrale Aspekte des des Konflikts zwischen Landesjägerschaft und -regierung unvoreingenommen unter dem vielsagenden Titel Waidmanns Wut. Herausgekommen ist ein kurzweiliger Überblick der aufeinander treffenden unversöhnlichen Positionen – bei dem die der Jäger und ihrer Perspektive sehr gut wegkommt.

Website zum Beitrag Waidmanns Wut. (Bild: Screenshot DLF)

Website zum Beitrag Waidmanns Wut. (Bild: Screenshot DLF)

Anlass für die Radiomacher am Kölner Raderberggürtel, zwei Tage später, also dem Dreikönigstag nachzufassen. Für die Länderzeit des DLF hat der Moderator Michael Roehl den Umweltminister Johannes Remmel, den NABU-Landesvorsitzenden Josef Tumbrinck und den Jägerpräsidenten Ralph Müller-Schallenberg zu einer Diskussion eingeladen. Weiterlesen

Jetzt geht’s los! Proteste gegen ÖJG-Entwurf in die Fläche

Von Frank Martini

Der Protest gegen den ÖJG-Entwurf in NRW geht in die Fläche. Bereits im Januar gibt es mehrere Veranstaltungen auf Orts- und Kreisebene. Der Landesjagdverband hat bereits zu Spenden für die Unterstützung der Aktionen aufgerufen.

Noch im alten Jahr: Demo der Ruhgebietsjäger vor dem Grünen-Landesparteirat in Mülheim. (Bild: F. Martini)

Noch im alten Jahr: Demo der Ruhgebietsjäger vor dem Grünen-Landesparteirat in Mülheim. (Bild: F. Martini)

 Jagdwissen liegen bereits zwei weitere Termine im Januar vor. Am Montag, den 12. 01. laden die beiden Kreisverbände von SPD und Grünen in Mechernich erfreulicherweise zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung über den Gesetzentwurf ein. Auf dem Podium sollen neben den MDL Norbert Meesters (SPD) und Nörwich Rüße (Grüne) auch der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht sitzen. Der LJV wird dort durch den Vizepräsidenten Georg Kurella vertreten sein. Weitere Details des Einladungstextes gibt es hier. Nach Auskunft der Stadtverwaltung bietet der Mechernicher Ratssaal Platz für bis zu 200 Menschen – eine gute Gelegenheit, der Euskirchener Kreispresse zur Kenntnis zu bringen, wie „kopfstark“ der Protest überall im Land ist. Weiterlesen

Was Jäger jetzt tun können – Interview

Von Frank Martini und Volker Seifert

Erst kürzlich hatte Rainer Deppe, CDU-MdL, mit einer Fraktionskollegin eine kleine Anfrage zur Jagdrechtsnovelle ins Parlament eingebracht (wir berichteten). Er beobachtet das Verfahren kritisch und warnt die Jäger. Auch davor, die Flinten nun vorschnell ins Korn zu werfen.

Denn mit der richtigen Strategie und vereinter Stimme sieht der erfahrene Parlamentarier durchaus gute Chancen,

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Neue Petition: Arnsberger Jäger wollen Sikawild erhalten

Von Frank Martini

Die „Hegegemeinschaft Arnsberger Wald“ hat heute eine Petition zum Erhalt des Sikawildes im Sauerland im Internet veröffentlicht. Der geänderte Gesetzentwurf für ein ökologisches Jagdgesetz in NRW sehe eine Ausrottung der mehr als seit 120 Jahren im Arnsberger Wald heimischen Schalenwildart vor. Dagegen haben die Initiatoren der Petition nun eine Unterschriftensammlung gestartet.

Ruft zur Stimmabgabe im Internet auf - die Hegegemeinschaft Arnsberger Wald. (Bild: Screenshot openPetition)

Ruft zur Stimmabgabe im Internet auf – die Hegegemeinschaft Arnsberger Wald. (Bild: Screenshot openPetition)

Offenbar angespornt vom Erfolg Carl-August Schübelers von der Internationalen Gesellschaft Sikawild (IGS) für den Erhalt von Cervus nippon in seiner Heimat, dem Weserbergland, hat nun auch die Hegegemeinschaft Arnsberger Wald die Initiative ergriffen. Auf dem Online-Portal openPetition bittet sie um Unterstützung für den Erhalt des Sikawildes im Sauerland. Weiterlesen