Kategorie-Archiv: Jagdgebrauchshunde

Im Zeitalter rasanter Entwicklungen


„Die manchmal vorwurfsvoll geäußerte Erklärung, die Spitzenfunktionäre der Jagd seien meistens eher älteren Semesters, ist nicht stichhaltig. Es geht nicht um das biologische Alter, sondern um die ( kritische ) Aufgeschlossenheit gegenüber dem Fortschritt, dem Verständnis für rasante Entwicklungen und die Notwendigkeit für „Waffengleichheit“ im Wettstreit der Meinungen. Da gibt es eben junge Alte, aber genauso auch umgekehrt alte Junge.“ ( Dr. Ernst Albrich, Landesjägermeister Vorarlberg nachzulesen auf www.jagdwissen.net „NEUE MEDIEN NUTZEN“ )

Nicht um unser Mitteilungsblatt „ Der Jagdgebrauchshund“ zu ersetzen, sondern Antworten auf die Fragen zu rasanten Entwicklungen in unserem Zeitalter zu finden, hat daher Joachim Orbach mit dem Ehrenpräsidenten des JGHV, Herrn Christoph Frucht ein Interview geführt. Weiterlesen

Sind unsere Verbands-Prüfungen noch zeitgemäß?

Von Bernd Krewer

oder

Welche Eigenschaften unserer Jagdhunde brauchen wir im heutigen Jagdbetrieb?

Winfried Edelmann

Winfried Edelmann

Alle Jahre wieder berät und beschließt der Verbandstag des Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV) in Fulda redaktionelle und manchmal auch materielle Änderungen in den Prüfungsordnungen des JGHV. Und nur diese sind in dieser Betrachtung gemeint, nicht die oft sehr auf die jeweilige(n) Rasse(n) fokussierten Prüfungsordnungen der Nicht-Vorstehhund-Zuchtvereine.

Auf den Verbandsjugend- und Verbandsherbstzucht-Prüfungen (VJP und HZP) sollen die ererbten und nur wenig durch den Führer beeinflussten Anlagen festgestellt werden. Die Ergebnisse erlauben Rückschlüsse auf den Erbwert der Eltern und damit auch den Zuchtwert des geprüften Hundes. Feld (und Wasser) ist dabei die Bühne und am darin beheimateten Niederwild sollen die Hunde ihre ererbten Anlagen zeigen. Weiterlesen

Mangelnde Öffentlichkeitsarbeit und deren Konsequenzen

Von Joachim Orbach

Kommen wir ohne eine ansprechende Präsentation im Internet aus?

Bekanntlich sind die Monate März und April die Zeit der Hauptversammlungen des Jagdgebrauchshundverband (JGHV), der Kreisjägerschaften, der Hegeringen und der Jagdgebrauchshundvereine, auf denen man die eigene Präsentation im Internet einmal diskutieren – um ggf. auch seinen Internetauftritt ändern kann. Hierzu möchte ich zu bedenken geben: 76% der Deutschen benutzen das Internet (2013, Tendenz nach wie vor steigend). Dadurch müssen wir das Internet als das Medium Nummer eins für die Meinungsbildung der Bevölkerung und somit für unsere Öffentlichkeitsarbeit ansehen.Wenn wir diese Entwicklung keine Beachtung schenken oder sie auch nur Vernachlässigen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn die gesellschaftliche Deutungshoheit über jagdliche oder jagdgebrauchshunde Themen von Einrichtungen oder Organisationen übernommen wird, welches das letztlich in jagdfeindliche Gesetze mündet, wie wir gerade in Baden-Württemberg und NRW sehen müssen. Weiterlesen

Aussagewert von Ahnentafeln und Zuchtbüchern in der Hundezucht steigern?

Von Joachim Orbach

Bild: Birgit Wermerskirchen

Bild: Birgit Wermerskirchen

Resultierend aus der Erkenntnis etwas gegen Defekte ( Erbkrankheiten, Körper-, Wesens- und Leistungsmängel ) in der Hundezucht tun zu müssen, beschäftigen sich Wissenschaftler, Zuchtvereine und Züchter mit diesem außerordentlich komplexen Thema. In einer Reihe von Artikeln wurde und wird in den Mitteilungsblättern der Zuchtvereine, in „ Der Jagdgebrauchshund“ aber auch in Jagdzeitschriften über die Möglichkeit der Bekämpfung von Defekten geschrieben. Unter Wahrung der notwendigen Objektivität dürfte es aber daher u.a. auch angebracht sein, unsere Zuchtmethoden zu berücksichtigen. Weiterlesen

Informationen zur Kynologie: kurz und übersichtlich

Von Joachim Orbach

JGHV Lehrgänge 016Schon lange ist die Zeit her, in der man glaubte, das Blut sei der Träger von Erbanlagen. Diese aus uralter Zeit stammende Bezeichnung Blut ist aber noch in so einigen Züchterkreisen dennoch ein terminus technicus geblieben, denn er ist im züchterischen Sinne gleichbedeutend mit Erbmasse.

Wie die moderne Vererbungswissenschaft (Genetik) uns ja wissen lässt, sind die Träger des Erbgut an die in der Keimzelle enthalten Chromosomen gekettet. Jedes Individuum hat eine für seine Art spezifische Anzahl von Chromosomen als Träger des Erbgut. Weiterlesen

Wer vertritt die Interessen des Jagdgebrauchshundwesens?

Von Tobias Paulsen

Tobias Paulsen

Tobias Paulsen

Als ich den jüngsten Rheinisch-Westfälischen Jäger las, traute ich meiner Wahrnehmung nicht. Ich las noch einmal und noch einmal, aber das Bild wollte nicht weichen. Auf neun Seiten dieser LJV-Verbandszeitschrift klagte der Landesjagdverband über die Absicht der Regierung, die Kirrmengen zu halbieren, Fütterungen außerhalb der Notzeit zu verbieten, bleifreie Munition vorzuschreiben usw. usw. Neun Seiten lang! Dann zählte ich nach: Ganze drei Zeilen war das Jagdgebrauchshundwesen dem LJV wert. Drei Zeilen!

Und gerade für das Jagdgebrauchshundwesen und damit den Tierschutz geht es um sehr viel.
Künftig sollen die Hunde nur noch an gesunden Enten üben dürfen. Toll, dann werden Sie wohl lernen, in der Nachbarschaft des Landtags am Rhein die gesunden Enten zu jagen. Künftig soll es keine Baujagd mehr geben. Und eine Duftspur soll den Schliefenfuchs ersetzen.
Seit drei Jahren wird über das neue Jagdgesetz in NRW diskutiert. Wer vertritt dabei die Interessen des Jagdgebrauchshundwesens? Der LJV? Die Jagdkynologische Arbeitsgemeinschaft? Der JGHV? Niemand? Weiterlesen

Lehrgänge und Lehrgangsleiter im Jagdgebrauchshundwesen

Von Joachim Orbach

Lehrgang des JGV Olpe Foto: Joachim Orbach

Lehrgang des JGV Olpe
Foto: Joachim Orbach

Längst bevor Kurse oder Lehrgänge für Haus– und Begleithunde in Mode kamen, wurden bereits im Jagdgebrauchshundwesen Lehrgänge für Hund und Führer von den Mitgliedsvereinen des Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV) eingeführt. So führte bereits im Jahre 1936 Franz Strasmann als „Erfinder“ und Pionier in seinem Jagdgebrauchshundverein „Bergisch Land“ den ersten offiziellen Lehrgang für Führer und Hund (von ihm als Schulungskurs bezeichnet) ein. Weiterlesen

Bahnbrechend für die virtuelle Arbeit

Von Christoph Frucht,
Ehrenpräsident des Jagdgebrauchshundeverbandes (JGHV)

Christophe Frucht Quelle: JGHV

Christoph Frucht
Quelle: JGHV

Wir Jäger sind ja eigentlich sehr aufmerksame Leute, oder?
So müsste uns ja wohl aufgefallen sein, dass z.B. wenn man vor oder nach den Schulstunden eine Schule passiert – per Auto oder zu Fuß – sehr viele Kinder irgendwo sitzen, hängen, stehen und sich mit ihrem Mobiltelefon beschäftigen.
Oder: gehen Sie doch mal in eine Ausflugs-Gastwirtschaft, in der viel Betrieb ist. An allen Tischen haben jüngere Leute so ein Handy, Smartphone, i-Pad oder sonstiges zur Hand und beschäftigen sich damit.
Weltweit sind diese Geräte überall und immer im Einsatz! Mehr noch: erst im Sommer 2014 hat TNS-Infratest eine repräsentative Befragung durchgeführt, der zufolge für die unter 40jährigen in Deutschland das Smartphone wichtiger als der Fernseher ist – das mobile Internet das einstige Lieblingsmedium der Deutschen also längst auf die Plätze gewiesen hat. Weiterlesen

Ist mein Hund ein Jagdhund?

Pressemeldung des Deutsche Jagdverband vom 30.05.2014

Tag des Hundes: Deutscher Jagdverband appelliert an Halter

(Berlin, 30. Mai 2014)

Als Familienhund bekannt ist der Labrador Retriever (Bild). Auch in ihm kann noch der Jagdtrieb stecken. Der Deutsche Jagdverband ruft Halter auf, in der Kinderstube Natur umsichtig zu sein. (Foto: DJV)

Als Familienhund bekannt ist der Labrador Retriever (Bild). Auch in ihm kann noch der Jagdtrieb stecken. Der Deutsche Jagdverband ruft Halter auf, in der Kinderstube Natur umsichtig zu sein.
(Foto: DJV)

Der 1. Juni 2014 ist der bundesweite Tag des Hundes. Entstehung und Werdegang des Hundewesens sind untrennbar mit dem Menschen verbunden: früher Jagd-, Hüte- und Wachhund; heute Familienhund. Der Grundgehorsam der Vierbeiner ist gestern wie heute wichtig. Besonders im Frühsommer: dies ist die Brut- und Aufzuchtzeit von Vögeln und Säugern. Darauf macht heute der Deutsche Jagdverband (DJV) aufmerksam und ruft alle Halter dazu auf, in der Kinderstube Natur umsichtig zu sein. „In vermeintlichen Schoßhunden steckt immer noch der Jagdinstinkt“, sagt Dr. Hermann Hallermann, im DJV-Präsidium zuständig für Hunde. Er macht darauf aufmerksam, wie wichtig es sei, dass der Hund auf seinen Halter höre.

Viele Hunderassen, die heute als sogenannte „Modehunde“ gelten, wie Russel Terrier, Cockerspaniel, Beagle, Golden Retriever, Labrador und Dackel, wurden ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet. Hundeliebhaber sollten sich vorher informieren und besonnen entscheiden, ob der Hund zum eigenen Lebensstil passe. „In den letzten Jahren sind beispielsweise Russel Terrier vermehrt in Tierheimen gelandet. Sie sind dem Halter zu temperamentvoll, weil sie viel beschäftigt werden müssen“, erklärt Dr. Hallermann.  Weiterlesen

Erst denken, dann kaufen!

Von Joachim Orbach

Was alles sollte der Erstlingsführer beim Kauf eines Jagdhundes im Vorfeld bedenken? Ein Rüdemann entwickelte eine Checkliste, die hilft, das der (Erstlings)Käufer eines Jagdhundes keinen Reinfall erlebt.

Winfried Edelmann

Foto: Winfried Edelmann

Bevor man sich einen Jagdgebrauchshund anschafft, wird man nicht spontan handeln, sondern gewisse Dinge zuvor gründlich abwägen. Am wichtigsten sind Fragen wie: Ist artgerechte Haltung des Vierläufers garantiert? Hat man genügend Zeit und rassetypische Arbeit im Revier für ihn? Wie steht die Familie zu diesem Schritt? Schließlich müssen alle im Haus bereit sein, gemeinsam Verantwortung für dieses Lebewesen zu übernehmen, das nicht nur Jagdgehilfe sein soll, sondern gerade heutzutage ein dem Jäger und seiner Familie über lange Jahre zur Seite stehender vieläufiger Kamerad. Ich habe mir zu diesem Thema einige Gedanken gemacht und sie zu Papier gebracht. Vielleicht helfen meine Ausführungen bei der Überlegung zur Anschaffung eines Jagdgebrauchshundes.

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