Kategorie-Archiv: Jagdgebrauchshunde

Der Jagdlaika und sein Einsatz bei Bewegungsjagden

Von Bernd Krewer

Die Laiki werden in Deutschland vom Laika-Club züchterisch betreut und in vier verschiedenen Rassevarietäten gezüchtet: Russisch-Europäische Laika, West-Sibirische Laika, Ost-Sibirische Laika und Karelo-Finnische Laika. Sie kamen mit jagenden russischen Besatzungsoffizieren in die DDR und fanden auch Liebhaber unter den DDR-Jägern.

In der Wendezeit gab es im Jagdhundeverband der DDR einen Zuchtverein für diese Rasse(n) und dieser Zuchtverein wurde bei der „Wiedervereinigung“ des Jagdhundeverbandes der DDR mit dem Jagdgebrauchshundverband der BRD (JGHV) „übernommen“ und wurde auch Mitglied im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH).

Der Laika-Klub ist also heute Mitglied im Jagdgebrauchshundverband, zu dessen Zielen die Förderung des Tierschutzes und die Zucht und Prüfung brauchbarer Jagdhunde im Sinne waidgerechter Jagd gehört. Weiterlesen

Erste Wahl für Jagdhunde

Von Volker Seifert

Die Firma WESTHO petfood GmbH aus Mönchengladbach hat ein Hundefuttersortiment auf den Markt gebracht, das auf die besonderen Bedürfnisse von Jagdhunden konzipiert ist.

frontNur ein gesunder Hund ist ein glücklicher Hund. Und nur ein gesunder Hund kann gut jagen. Mit dem speziell für Jagdhunde entwickelten Westho-Alleinfuttermittel besteht ab sofort die Möglichkeit, den Jagdhund absolut bedarfsgerecht und zielgerichtet mit allem zu versorgen, was er braucht – sei es zur Zeit der Jagden oder in der Nebensaison.

In einer dreijährigen, wissenschaftlich begleiteten Entwicklungsphase haben wir eine Hundefutterlinie entwickelt, wie es sie bislang in dieser Güte noch nicht gab. Zusammen mit Tierärzten, Instituten für Tierernährung, Züchtern und erfahrenen Jagdhundeführern ist es uns gelungen, ein Hundefutter zur Marktreife zu bringen, das höchste Ansprüche erfüllt – und genau auf Jagdhunde ausgerichtet ist. Weiterlesen

Wann soll man einen Spezialisten zur Nachsuche rufen?

Joachim Orbach ( J. O. )

Ein Interview mit Bernd Krewer (B. K.)

Bernd Krewer

Bernd Krewer

Wenn es um das Thema Nachsuche auf Schalenwild geht, scheiden sich oftmals die Geister. Das trifft dann auch immer zu, wenn es um die Frage geht, soll ich einen Spezialisten rufen? Bewusst habe ich hier nicht Schweißhundführer und Schweißhund (Hannoverscher Schweißhund oder Bayerischer Gebirgs-schweißhund) geschrieben, da ich die Leistungsfähigkeit auf Wundfährte von anderen Jagdhunderassen nicht in Frage stellen möchte – bestimmte Voraussetzungen von Hund und Führer als Gespann erfüllend. Vielseitig geführten Jagdhunden sind aber auch oftmals gegenüber den reinen Schweißhunden (HS u. BGS) Grenzen gesetzt. So sind u.a. auch bestandene Prüfungen bis zur Verbandsschweißprüfung oder Verbandsfährenschuhprüfung lediglich als Einstieg in die Praxis zu betrachten. Allerdings bedarf auch der Schweißhund (mit und ohne Ahnentafel des Verein Hirschmann e.V. oder des Klub Bayerischer Gebirgsschweißhunde 1912 e.V.) eine entsprechende Einarbeitung, Prüfungen, Auslastung und Führung. So macht auch der Besitz eines Schweißhundes noch längst nicht den Schweißhundführer aus – was leider oftmals verkannt wird. Dort wo im Jahr nur wenige Nachsuchen anfallen, braucht man meiner Meinung nach auch keinen eigenen Schweißhund (HS oder BGS). Um Antworten auf die Grundsatzfrage und einige andere Fragen zu bekommen habe ich ein Interview mit Bernd Krewer geführt – ein im In- und Ausland bekannter und anerkannter Jagdkynologe, Buchautor und langjähriger Schweißhundführer. Weiterlesen

Zwischen den Stühlen

Screenshot vom 12.04.2016

Screenshot vom 12.04.2016

Von Volker Seifert

Am 11.04.2016 wurde auf der Plattform outfox-world.de ein Beitrag unter dem Pseudonym Franziskus Cebulon veröffentlich. In dem Artikel „Rohe-Rücktritt: Symptom für Probleme der Rüdemänner„ (den Sie hier nachlesen können) nahm der Autor Stellung zu dem Rücktritt von Werner Rohe als Vorsitzender der Jagdkynologischen Vereinigung NRW und diagnostizierte darin ein Zeichen für grundsätzliche Schwierigkeiten im Jagdgebrauchshundewesen.

M.E. Kann dieser Beitrag nicht unwidersprochen bleiben da er einige falsche Annahmen vorraussetzt und dadurch unweigerlich zu falschen Schlüssen führt. Weiterlesen

JGHV Webseite jetzt auch auf www.aktionsbuendnis-neue-medien.de

Von Joachim Orbach

Screenshot vom 19.02.2016

Screenshot vom 19.02.2016

Seit dem 1.1.2016 erscheinen jetzt auch Berichte und Meldungen von der neuen Website des Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV) auf dem 2014 gegründeten Meta-Blog www.aktionsbuendnis-neue-medien.de . Auf diesem Blog kann der Besucher eine Vielzahl von Berichten und anderen Informationen anklicken, die weit über die Informationen einer Zeitschrift oder eines einzigen Blogs hinausgehen. Gleichzeitig wird mit dem Blog u.a. auch ein wichtiger Beitrag im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit geleistet, denn fast 80% der Deutschen nutzen das Internet als Hauptinformationsquelle. Mit seiner neuen Website erfüllt der JGHV nun die Kriterien um unter dem Menüpunkt „Über uns“ berücksichtig zu werden. Weiterlesen

Begriffe und Definitionen der Kynologie und Jagdkynologie

Von Joachim Orbach

Im Jagdgebrauchshundwesen werden Begriffe verwendet, die leider aber auch in der  heutigen Zeit oftmals noch falsch verstanden werden. An der Notwendigkeit, dass alle Hundeführerinnen und Hundeführer unter den verwendeten Begriffe das Gleiche verstehen hat sich aber nichts geändert. Der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) hatte daher bereits 1975 in Zusammenarbeit mit dem VDH und Wissenschaftlern in einem wissenschaftlichen Ausschuss die wesentlichen Begriffe der Kynologie und Jagdkynologie definiert und erläutert. Nachfolgen die Begriffe und Definitionen kurz und übersichtlich in Stichworten. Weiterlesen

Jagdhundeausbildung wird weiter professionalisiert

Pressemeldung des Staatsbetriebs Sachsenforst vom 10.09.2015

Sachsenforst und der Landesjagdverband Sachsen eröffnen erstes Schwarzwild-
großgatter zur Jagdhundeausbildung in Sachsen

Quelle: Sachsenforst

Quelle: Sachsenforst

Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat heute sein neu errichtetes Schwarzwildgatter
im Wermsdorfer Wald bei Leipzig an den Landesjagdverband Sachsen übergeben.
Dieser wird das Schwarzwildgatter künftig betreiben und den reibungslosen und
tierschutzgerechten Ablauf der Jagd- hundeausbildung am wehrhaften Wild garantieren.

Die Schwarzwildstrecke liegt in Sachsen seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau. Im  Jagdjahr 2015 wurden landesweit etwa 27.000 Schwarzkittel erlegt. Weiterlesen

Information zur HZP

Mitteilung vom JGHV vom 03.09.2015

Sehr geehrte Verbandsrichterrinnen und Verbandsrichter!

Durch die Veranstalter der Multiplikatorenschulungen des Landesjagdverbandes NRW am  letzten Wochenende, wurde den Teilnehmerrinnen und Teilnehmern mitgeteilt, dass im Zuge einer Herbstzucht-Prüfung (HZP) die „Zusatzfächer“, der in NRW gültigen Brauch-barkeitsprüfung, geprüft werden können.
Diese Aussage ist nicht korrekt!
Wir weisen darauf hin, dass während einer HZP/VGP/VPS, keine andere Prüfung durch-geführt werden kann. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Prüfungen, die nicht miteinander vermischt werden können.
Insbesondere weisen wir darauf hin, dass die Arbeit an der „flugfähigen Ente“ auf keinen Fall in die HZP integriert wird. Diese Art der Arbeit an der lebenden flugfähigen Ente wird vom Jagdgebrauchshundverband nicht anerkannt.
Der Jagdgebrauchshundverband distanziert sich von jeglichen Aussagen, dass Verbands-prüfungen des JGHV mit Teilen der Brauchbarkeitsprüfungen zusammen abgehalten werden können.
Bitte prüfen Sie ausschließlich die vorgegebenen Fächer der VZPO. Eine Erweiterung während der HZP, durch die Zusatzfächer der Brauchbarkeitsprüfung, ist in der zurzeit gültigen VZPO nicht zulässig.
Wir bitten um Beachtung!

Mit freundlichem Waidmannsheil
Präsidium des JGHV

Quelle: http://www.jghv.de/

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Mit tiefer Nase auf der Fährte

Pressemeldung von Joachim Orbach, Pressesprecher der 35. VSwP „Bergisches Land“ vom 23.08.2015

Kein Hundesport, sondern Bewährung für die harte Praxis. Dies durften am 22.8.2015 eine Hundeführerin und vier Hundeführer mit ihren vierläufigen Jagdhelfern um Engelskirchen unter Beweis stellen.

Sauerländer Bläsercorps Foto: Joachim Orbach

Sauerländer Bläsercorps
Foto: Joachim Orbach

In diesem Jahr war der Jagdgebrauchshundeverein (JGV) „Olpe“ e.V. als einer der 8 Mitgliedsvereine der Arbeitsgemeinschaft Schweiß „Bergisches Land“ (gegründet 1979) mit der Ausrichtung der 35. Verbandsschweißprüfung (VSwP) „Bergisches Land„ beauftragt. Es handelt sich hierbei um eine Hundeprüfung für Jagdhunde, die zu den 4 bekanntesten und anspruchsvollsten dieser Art in Deutschland zählt – worauf auch alle 8 Mitgliedsvereine stolz sein können.

Schweiß ist in der Jägersprache die Bezeichnung für Blut. Hinter dem Begriff Verbandsschweißprüfung (VSwP) verbirgt sich eine Hundeprüfung die Hund und Führer viel abverlangt, um unter Beweis zu stellen, dass sie auch unter erschwerten Bedingungen in der Lage sind, durch Unfälle oder Schusswunden verletztes Wild aufzuspüren: Die vierbeinigen Aspiranten müssen an einer mindestens 6 m langen Suchleine (Schweißleine in der Jägersprache) dabei nachweisen, dass sie einer künstlich getupften Blutspur folgen und Führerin oder Führer den Weg zum Wild weisen Weiterlesen

80 Jahre zeitgemäß und traditionsverbunden

Von Joachim Orbach

Zum 80jährigen Bestehen des JGV „Oberbergischer Jäger“ e.V.

jgvDas zur waidgerechten und tierschutzkonformen Jagdausübung brauchbare Jagdhunde erforderlich sind, erkannten bereits vor 80 Jahren eine Reihe von Jägern im Oberbergischen. So wurde denn am 8. Juni 1935 auf Initiative des Kreisjägermeister und Gerbereibesitzer Robert Schumacher aus Waldbröl und 7 weiterer Jäger aus Waldbröl, Wiehl, Heischeid, Nümbrecht und Morsbach der Gebrauchshundeverein „Oberbergisch Land“ (e.V.) in Waldbröl gegründet. Bereits am 5. Juli 1935 wurde die 1. Satzung mit dem Vereinssitz in Waldbröl beschlossen. In dieser Satzung wurden unter §1 denn auch der Zweck des Vereins festgeschrieben: „Der Verein hat den Zweck, die Zucht der Gebrauchshunde zur Jagd zu heben, sowie die Haltung vielseitiger guter Gebrauchshunde in allen Revieren zu erreichen, da nur dadurch eine waidgerechte Jagdausübung gewährleistet ist. Zu diesem Zweck finden belehrende Vorträge, Dressurübungen, Vorführungen fertiger Hunde und im Frühjahr und Herbst jeden Jahres die entsprechenden Prüfungen statt.“ Weiterlesen