Archiv der Kategorie: Bernd Krewer

Prüfungsordnungen kann man lesen – Erfahrungen muss man sammeln!

Von Joachim Orbach

Mit einem Kommentar von Bernd Krewer, Uwe Tabel, Heinrich Uhde und Walter Stein

Foto: M. Knitter

Bereits einige Jahre vor Einführung der Verbandsschweißprüfung ( VSwP ) erkannte man die Notwendigkeit, für vielseitige Jagdgebrauchshunde eine „Erschwerte Schweißprüfung“ einzuführen. Führende Jagdkynologen wie Konrad Andreas, Dr. Carl Tabel, Werner Stölter, Herbert Bansen, von Trott zu Solz und Dr. Wolfgang Uter waren an den Initiativen und Versuchen zu dieser Prüfung maßgeblich beteiligt. Die Versuchsergebnisse und die gesammelten Erfahrungen aus den „Erschwerten Schweißprüfungen“ führten schließlich auch zur Vorlage einer Verbandsschweiß–Prüfungsordnung ( VSwPO ). Diese wurde auf der Hauptversammlung des JGHV im Jahre 1961 beschlossen und so wurden auch in das Band 57 DGStB ( Jahrgang 1961 ) die vier Verbandsschweißprüfungen „Pfälzerwald“, „St. Johann“, „Hoherodskopf“ und „Sachsenwald“ aufgenommen. Auf diesen 4 Prüfungen wurden auf der 20–Stunden-Fährte insgesamt 48 Hunde gemeldet, erschienen waren 45 und prämiert wurden 27 Hunde – und auf der damals noch 44-Stunden-Fährte wurden insgesamt 9 Hunde gemeldet, erschienen waren 9 und prämiert wurden 5 Hunde. Die 20-Stunden-Fährten wurden auf der „Sachsenwald“ mit Rotwildschweiß getupft und auf der 44-Stunden-Fährten mit Schwarzwildschweiß getupft, auf der „Hoherodskopf“ wurden alle Fährten mit Rotwildschweiß getupft und bei den anderen beiden Prüfungen wurden alle Fährten mit Rehwildschweiß getupft. Da die im Jahre 1960 ausgerichtete „Pfälzerwald“, „Urach“, „Hämelerwald“, „Hoderodskopf“ und „Sachsenwald“ bereits schon nach der gültigen VSwPO stattfanden, wurden diese Prüfungen lt. Beschluss des Verbandstages mit in das DGStB ( Bd. 57 ) aufgenommen. Auf diesen 5 Prüfungen wurden insgesamt 63 Hunde gemeldet, erschienen waren 57 und prämiert wurden 39 Hunde. Weiterlesen

Der Jagdlaika und sein Einsatz bei Bewegungsjagden

Von Bernd Krewer

Die Laiki werden in Deutschland vom Laika-Club züchterisch betreut und in vier verschiedenen Rassevarietäten gezüchtet: Russisch-Europäische Laika, West-Sibirische Laika, Ost-Sibirische Laika und Karelo-Finnische Laika. Sie kamen mit jagenden russischen Besatzungsoffizieren in die DDR und fanden auch Liebhaber unter den DDR-Jägern.

In der Wendezeit gab es im Jagdhundeverband der DDR einen Zuchtverein für diese Rasse(n) und dieser Zuchtverein wurde bei der „Wiedervereinigung“ des Jagdhundeverbandes der DDR mit dem Jagdgebrauchshundverband der BRD (JGHV) „übernommen“ und wurde auch Mitglied im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH).

Der Laika-Klub ist also heute Mitglied im Jagdgebrauchshundverband, zu dessen Zielen die Förderung des Tierschutzes und die Zucht und Prüfung brauchbarer Jagdhunde im Sinne waidgerechter Jagd gehört. Weiterlesen

Buchvorstellung: „Grüne Begegnungen mit besonderen Jägern und Wildtieren“ von Bernd Krewer

Von Joachim Orbach

nn1806_krewer_gr-ne-begegnungen_3d_720x600Wenn man über Bernd Krewer ein Buch schreiben müsste, dann müsste man über einen erfahrenen und hochangesehenen Forstmann, Waidmann, Schweißhundführer, Schweißhundzüchter und einen im In- und Ausland bekannten Buchautor schreiben. Er ist aber auch vielen Jagdgebrauchshundleuten durch seine verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Jagdgebrauchshundwesen bekannt und hat sich dort auch hohes Ansehen erworben. Nebenher war er aber auch lange Jahre für Jagdpresse tätig. So manche Artikel von ihm und auch von dem längst verstorbenen Rolf Kröger vermissen in der heutigen Zeit viele Leser in der Jagdpresse. Weiterlesen

Wann soll man einen Spezialisten zur Nachsuche rufen?

Joachim Orbach ( J. O. )

Ein Interview mit Bernd Krewer (B. K.)

Bernd Krewer

Bernd Krewer

Wenn es um das Thema Nachsuche auf Schalenwild geht, scheiden sich oftmals die Geister. Das trifft dann auch immer zu, wenn es um die Frage geht, soll ich einen Spezialisten rufen? Bewusst habe ich hier nicht Schweißhundführer und Schweißhund (Hannoverscher Schweißhund oder Bayerischer Gebirgs-schweißhund) geschrieben, da ich die Leistungsfähigkeit auf Wundfährte von anderen Jagdhunderassen nicht in Frage stellen möchte – bestimmte Voraussetzungen von Hund und Führer als Gespann erfüllend. Vielseitig geführten Jagdhunden sind aber auch oftmals gegenüber den reinen Schweißhunden (HS u. BGS) Grenzen gesetzt. So sind u.a. auch bestandene Prüfungen bis zur Verbandsschweißprüfung oder Verbandsfährenschuhprüfung lediglich als Einstieg in die Praxis zu betrachten. Allerdings bedarf auch der Schweißhund (mit und ohne Ahnentafel des Verein Hirschmann e.V. oder des Klub Bayerischer Gebirgsschweißhunde 1912 e.V.) eine entsprechende Einarbeitung, Prüfungen, Auslastung und Führung. So macht auch der Besitz eines Schweißhundes noch längst nicht den Schweißhundführer aus – was leider oftmals verkannt wird. Dort wo im Jahr nur wenige Nachsuchen anfallen, braucht man meiner Meinung nach auch keinen eigenen Schweißhund (HS oder BGS). Um Antworten auf die Grundsatzfrage und einige andere Fragen zu bekommen habe ich ein Interview mit Bernd Krewer geführt – ein im In- und Ausland bekannter und anerkannter Jagdkynologe, Buchautor und langjähriger Schweißhundführer. Weiterlesen