Kategorie-Archiv: Allgemein

Von Naturentfremdung, Bären und Wölfen

Von Volker Seifert

Die Deutsche Wildtier Stiftung hat bei EMNID eine Umfrage in Auftrag gegeben, um das Naturerlebnis von Kindern zu ermitteln. Das nun vorliegende Ergebnis bestätigt einen seit Jahrzehnten anhaltenden Trend, bei dem Kinder und Jugendliche immer weniger Gelegenheiten haben die Natur kennen zu lernen und zu erfahren.

So gaben 49 % der befragten 4-12 jährigen an noch nie selbständig auf einen Baum geklettert zu sein und 53 % der befragten Eltern würden ihrem 10jährigen Kind verbieten zusammen mit einem Freund im Wald spielen zu gehen. Da dieses Phänomen seit den 1970er Jahren beobachtet wird ist auch ein weiteres Ergebnis der Umfrage nicht verwunderlich. Je jünger die Eltern sind, desto ängstlicher sind sie! So sagten 58 Prozent der über 50jährigen: „Ja, mein Kind ist ohne Hilfe auf einen Baum hochgeklettert!“ Aber nur 33 Prozent der unter 29jährigen Eltern beantworten diese Frage mit „ja“. Weiterlesen

Hat NABU Umweltwettbewerb manipuliert?

Von Frank Martini

Seit sieben Jahren gibt es sie nun, die WWF Greentec-Awards. 2008 von zwei Ingenieuren ins Leben gerufen, sollten sie sich zum bedeutendsten europäischen Umwelt- und Wirtschaftspreis mausern. Namhafte Technologiekonzerne wurden bereits zu Preisträgern gekürt, die Laudatio hält regelmäßig Kanzleramtschef Peter Altmaier.

Und in der Jury und unter den Botschaftern finden sich zahllose Prominente aus Wissenschaft und Wirtschaft, Sport und Unterhaltung. Sowas weckt Begehrlichkeiten – offenbar auch beim NABU-Landesverband Berlin.

Sven Krüger (li.) und Marco Voigt (re.), die "Erfinder" der Greentec-Awards, mit Peter Altmaier. (Bild: www.greentec-awards.com,Ulf Büschleb)

Sven Krüger (li.) und Marco Voigt (re.), die „Erfinder“ der Greentec-Awards, mit Peter Altmaier. (Bild: www.greentec-awards.com,Ulf Büschleb)

Der nämlich hatte sein Projekt zur Renaturierung des Flughafensees in Berlin-Tegel für den WWF-Sonderpreis zur Wahl gestellt. Ebenso, wie der Jagdverein Hubertus Eschwege. Weiterlesen

Lebens ( t ) räume

Von Christoph Frucht, Ehrenpräsident des JGHV

Veränderungen im Naturgefüge

Es gibt ein sehr eindrucksvolles Bild von dem von mir sehr verehrten, leider längst  verstorbenen Kollegen Walter Niedl. Der sein Lebenswerk als Forstmann als Betreuer des Stadtwaldes von Amberg geleistet hat.

Das Bild zeigt einen Sprung Rehe, der in einem großen, frisch zur Saat vorbereiteten Feld steht. Irgendwie scheinen die Rehe in dieser erdig braunen Wüste völlig verloren. Und so heißt der Bildtitel: …..und das nennen sie Lebensraum !

Da wird sich heute mancher Jägersmann fragen, was ist daran so fragwürdig ? Das ist doch einfach so ! ?
Doch, es ist heute so ! Weiterlesen

NRW-Wald bald kein Bürgerwald mehr ?

Pressemeldung des Waldbauernverband Nordrhein-Westfalen e.V. vom 06.02.2015

Stellungnahme: Der Waldbauernverband NRW lehnt die in der Biodiversitätsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen geplante Überführung von Waldflächen des Landes in eine Naturerbe-Stiftung ab.

logoAngesichts der von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen verabschiedeten Biodiversitätsstrategie wachsen die Zweifel, ob der Landeswald bald nicht mehr dem Bürger, sondern nur noch einer grünen Elite aus Politik und Naturschutzorganisationen gehören wird.

Hier ist unter anderem geplant, die landeseigenen Naturschutzflächen in eine „Naturerbe-Stiftung“ auszulagern, um die biologische Artenvielfalt zu schützen. „Zu schützen vor wem ?“ fragen sich auch die privaten Waldeigentümer. Weiterlesen

Erste Reaktionen auf die Expertenanhörung zum ÖJG-NRW

Von Volker Seifert

Zur Anhörung am 22.01.2015 zum geplanten Landesjagdgesetz im Umweltausschuss erklären die stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Christina Schulze Föcking, und der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Rainer Deppe:

Quelle: CDU-Landtagsfraktion

Quelle: CDU-Landtagsfraktion

Rainer Deppe: „Die Bedenken gegen den rot-grünen Gesetzentwurfsind groß. Das Gesetz führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Tierschutz. Die Wildschäden werden zunehmen, die Artenvielfalt dagegen sinken. Die Gefahr von schweren Erkrankungen wie Tollwut und Fuchsbandwurm wird nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen steigen. Wenn die Hegeverpflichtung der Jäger zukünftig statt für 116 nur noch für 27 Tierarten bestehen bleibt, schadet das der Artenvielfalt, insbesondere den ohnehin bedrohten Bodenbrütern. Dieses Gesetz wird aus ideologischen Gründen vorangetrieben und lässt die Praxis in der Natur vollkommen außen vor.“

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Im Tal der Trolle

Eine Satire von Frank Martini

Die Weiten des Internets sind unermeßlich. Und verbergen so manches Tal der Trolle. Merkwürdige geotektonische Ereignisse scheinen dieses Portal in jüngster Zeit in deren Nähe zu rücken.

So mussten wir unter dem Beitrag über die jüngsten gesetzlichen Änderungen in Luxemburg zwei – nun ja, seien wir mal tolerant – höchst „humorvolle“ Kommentare entdecken. Vom Tal der Füchse hat es uns aus einem Tal dieser Trolle entgegengehallt…

Jagdtrolle wollen dieses Portal okkupieren! (Bild: Der Fuchs)

Jagdtrolle wollen dieses Portal okkupieren! (Bild: Der Fuchs)

Wir bitten unsere Leser daher freundlich, Kommentare zur Freischaltung nur noch unter ihrem bürgerlichen Namen einzureichen. Sollten Sie – aus welchen Gründen auch immer – etwas nur anonym vortragen wollen, schreiben Sie uns dies einfach per Mail.

Denn dass die Welt voller Idioten ist, wissen wir. Müssen wir darum nicht auf dieser Site zu dokumentieren trachten. Weswegen wir uns – bei allem Respekt unseren Lesern gegenüber (oder gerade wegen dieses Respekts!) – künftig vorbehalten, solchen Bullshit dahin zu verschieben, wo er hingehört. In das große schwarze Loch im Orbit namens SPAM.

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Info oder Demo? Überraschung in Mechernich

Von Frank Martini und Volker Seifert

Es sollte ein Heimspiel werden – der Informations- und Diskussionsabend, mit dem die Euskirchener Grünen gemeinsam mit der SPD der Öffentlichkeit im Mechernicher Ratssaal den ÖJV-Gesetzentwurf schmackhaft machen wollten. Doch dann kam alles ganz anders.  

Rund 300 Demoinstranten, darunter viele Auswärtige, waren zu der Infoveranstaltung gekommen. (Bild: V. Seifert)

Rund 300 Demoinstranten, darunter viele Auswärtige, waren zu der Infoveranstaltung gekommen. (Bild: V. Seifert)

Mit dem von der Mitveranstalterin erwarteten „Heimspiel“ war es damit „Essig“ – mehr noch: Wie die Grüne Kreisvorsitzende Nathalie Konias freimütig zugab, ist auch bei ihr zu Hause seit Monaten „Strom in der Tapete“. Denn, so Konias, sie sei mit einem Jäger verheiratet. Und der habe naturgemäß wenig Verständnis für die Auffassungen und Pläne ihrer Partei in Sachen Jagdpolitik. Die Veranstaltung eröffnete sie deshalb angesichts der „Lodenmehrheit“ im Mechernicher Ratssaal mit einem Wort an den Moderator des Abends: „An Ihnen liegt es nun, ob ich morgen friedvoll mit meinem Mann frühstücken kann.“ Das Spaltpotential des ÖJG-Entwurfs belastet damit nun erkennbar nicht mehr nur die Rot-Grüne Düsseldorfer Regierungsehe, es ist längst in den Haushalten der Beteiligten angekommen.

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Probensammlung zur Vogelgrippe – Jäger sollen helfen

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts sind im November 2014 in einem Geflügelbestand sowie bei einer Krickente in Mecklenburg-Vorpommern Vogelgrippeviren nachgewiesen worden. In den Niederlanden konnte der Erreger der aviären Influenza H5N8 im gleichen Monat bei zwei Wildenten bestätigt werden. Auch bei zwei Stockenten in Sachsen-Anhalt wurde er nachgewiesen.

Kann Überträger sein - die Stockente. (Bild: F. Martini)

Kann Überträger sein – die Stockente. (Bild: F. Martini)

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Gegenwind aus unerwarteter Richtung für Remmel

Von Volker Seifert

Minister Johannes Remmel muss sich auch mit den Protesten des Naturschutzes gegen seine Politik auseinandersetzen.

Die Welt könnte so schön sein für Minister Remmel: Die Verbandsführung von NABU, BUND und Peta soufflieren bei Mate Tee und Tufo-Burger ein neues „ökologisches“ Jagdgesetz, und der Minister trägt es als grüner St. Georg triumphierend durch Kabinett und Parlament. Leider zeigt sich die Jägerschaft und die Landbevölkerung nicht so begeistert und friedfertig wie erhofft. Der Widerstand wird immer stärker und lauter. Wie gut, das es da noch „Heimspiele“ für den Minister gibt. Die Energiewende bietet doch genügend Spielfelder für Grüne Politik, um das Klientel zu beglücken. Aber auch da stellt sich Ungemach ein. Der ländliche Raum möchte sich nicht zubauen lassen mit Windkraftanlagen, die eine schöne neue Zeit verheissen, solange sie vor der eigenen Haustüre stehen.

Windpark im Rothaargebirge © Almut Witzel

Windpark im Rothaargebirge © Almut Witzel

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Einstellung der Fuchsjagd in Luxemburg

FSHCLPosition der FSHCL zur beabsichtigten Einstellung der Fuchsjagd in Luxemburg

Die FSHCL vertritt den Standpunkt, dass die Jagd im Großherzogtum Luxemburg, so wie das
neue Jagdgesetz dies verlangt, im Interesse der Allgemeinheit ausgeführt werden muss. Wie in der Vergangenheit bietet die Jägerschaft auch in Zukunft unserem Land und unserer
Bevölkerung bedeutende Hilfestellungen an, wenn es um die Regelung von Wildtierpopulationen geht. Wie bedeutend diese Hilfestellungen sind, sieht man an der Tatsache, dass von den Jägern für Reh-, Rot- und Schwarzwild minimale Abschusszahlen, unter Androhung von Disziplinarmaßnahmen, gefordert werden. Es ist für uns Jäger umso befremdlicher, dass jetzt die Jagd auf den Rotfuchs in Luxemburg eingestellt werden soll. Da der Fuchs ein opportunistischer, sehr anpassungsfähiger Beutegreifer ist, sind seine Populationen weitgehend unabhängig von denen seiner Beutetierarten. In unseren Breitengraden können höchstens Klimaextreme und die Tollwut die Fuchsbestände empfindlich reduzieren. Und beides tritt höchst selten auf. Ein Verzicht auf die Fuchsjagd wird kurzfristig dazu führen, dass die Fuchsbestände in Luxemburg stark ansteigen (x2 oder x3) mit weitreichenden Folgen für unsere Biodiversität, unsere Landwirtschaft und unsere Bevölkerung so dass wir uns Sorgen machen, inwiefern wir die Jagd in Luxemburg auch noch in Zukunft im Interesse der Allgemeinheit ausführen können. Weiterlesen