Bundesjägertag 2015 in Sachsen ein voller Erfolg

Pressemeldung des Landesjagdverband Sachsen vom 24.06.2015

Das Präsidium des Deutschen Jagdverbandes e.V. auf dem Bundesjägertag in Radebeul (Quelle: DJV)

Das Präsidium des Deutschen Jagdverbandes e.V. auf dem Bundesjägertag in Radebeul (Quelle: DJV)

Der Bundesjägertag, das höchste Gremium der im Deutschen Jagdverband e.V.
(DJV) organisierten Jäger aus ganz Deutschland fand erstmals seit 15 Jahren wieder im Freistaat Sachsen statt.
Die Delegierten der einzelnen Landesverbände tagten am 18. und 19. Juni im Radisson Blu Hotel in Radebeul und erarbeiteten wegweisende Entscheidungen für Jagd und Jäger in der Bundesrepublik. So befassten sie sich mit der Zukunft der
Jagd und des Verbandes und diskutierten über rechtliche Aspekte in der jagdlichen
Gesetzgebung.

Die „Jagd- & Parforcehorngruppe Taucha-Sachsen e.V.“ Autor: Jagd- & Parforcehorngruppe Taucha-Sachsen e.V.

Die „Jagd- & Parforcehorngruppe Taucha-Sachsen e.V.“
Autor: Jagd- & Parforcehorngruppe Taucha-Sachsen e.V.

Ein ganz besonderes Highlight für Jäger und Gäste stellte die sich anschließende Hubertusmesse in der Dresdner Kreuzkirche dar. Zu Ehren des heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Förster und Jäger, wurde diese Messe von Parforcehornbläsern zweier sächsischer Jagdhornbläsergruppen begleitet.
In der Delegiertenversammlung am Freitag, den 19. Juni, wurde der bisherige Präsident Hartwig Fischer einstimmig wiedergewählt. Damit bleibt ein erfahrener und verantwortungsbewusster Präsident an der Spitze der Jägerschaft in Deutschland.
Ein weiteres wichtiges Thema des Bundesjägertages war die Verabschiedung des
DJV-Positionspapiers zum Wolf. Darin fordert der DJV die Bundesregierung auf, ein
gemeinsames Wolfs-Monitoring mit Polen und dem Baltikum aufzubauen sowie die
genetischen Untersuchungen zu vereinheitlichen und zu intensivieren. „Der Wolf
kennt keine Ländergrenzen. Sein günstiger Erhaltungszustand – bezogen auf das
Verbreitungsgebiet von Deutschland über Polen, das Baltikum und darüber hinaus –
ist bereits erreicht“, betonte Dr. Gert Dittrich, Präsident des Landesjagdverbandes
Sachsen e.V. „Wenn wir die Sorgen der betroffenen Menschen nicht ernst nehmen,
schwindet die Akzeptanz für den Wolf rapide, wie bereits jetzt regional zu
beobachten ist“, so Dittrich.
Nach der Delegiertenversammlung sprach Innenminister Thomas de Maizière zu den
Delegierten: „Jäger gelten unter Waffenrechtlern als unauffällige und
unproblematische Waffenbesitzer. Das muss auch so bleiben. Wir wollen keine
Promillegrenze im Waffenrecht. Das beruht auf gegenseitigem Vertrauen.“
Staatsminister Thomas Schmidt ergänzte: „Die sächsische Staatsregierung trägt in
Sachen Jagdmunition den Weg der Bundesregierung mit – die Tötungswirkung
maximieren und den Bleieintrag ins Lebensmittel Wildbret minimieren und das nach
dem aktuellen Stand der Technik.“
Nach den Kundgebungen verlieh der Deutsche Jagdverband e.V. den
Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“ in den Sparten Fernsehen, Hörfunk und
Print. Die Gewinner aus über 170 eingesendeten Beiträgen sind Dr. Ute Gebhardt,
Andreas Schuler und Dr. Susanne Weichselbaumer. Der Preis wird alle zwei Jahre
vergeben. Mit ihm soll zur fairen, ehrlichen und durchaus auch kritischen
Berichterstattung zu Themen aus der Welt der Jagd und der Natur angeregt werden.
Dotiert ist er mit 15.000 Euro.

Ansprechpartner:
Steffen Richter
Geschäftsführer
Landesjagdverband Sachsen e.V.
Tel: 0351-4017171
Email: info@jagd-sachsen.de

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