Bayerns Jäger kommen mit der Wildsau – BJV ist beim traditionellen Wiesn-Festzug wieder mit dabei

Pressemitteilung des Bayerischen Jagdverbandes vom 05.09.2014

Foto: BJV

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Feldkirchen/München – Der Trachten- und Schützenzug, der im Jahre 1835 zum ersten Mal stattfand, ist heute einer der Höhepunkte des Oktoberfestes. Auch in diesem Jahr sind Jägerinnen und Jäger des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) mit dabei, wenn sich am Sonntag, 21. September, der Zug mit über 9000 Teilnehmern am Max II Denkmal in Bewegung setzt. Die bayerischen Jäger haben bei dem traditionellen Zug zur Wiesn heuer die Position 28. Der Wagen mit Jagdkönigin Bettina Frühwald wird von Jägern, Falknern und den Jagdhornbläsern aus Erding und von der Insel Rügen begleitet.

Auf dem mit Dachsen geschmückten Wagen, sind die Wildtiere zu sehen, die die Jäger derzeit am meisten beschäftigen: die Wildschweine. Sie haben es sogar bis in den Landtag geschafft! Weil sich die borstigen Tiere aufgrund der sich zu ihren Gunsten verändernden Umweltbedingungen rasant vermehren und in der Landwirtschaft Schäden verursachen, reden viele nicht mehr von den Wildschweinen, sondern nur mehr von einer „Plage“. Bayerns Jäger haben im vergangenen Jagdjahr zwar 66 000 Wildschweine zur Strecke gebracht. Trotz dieses Rekords vermehren sich die Tiere munter weiter, denn die Winter werden immer wärmer und der Tisch ist für die Allesfresser in unserer Kulturlandschaft reich gedeckt. Der Umbau der Wälder hin zu Buche und Eiche beschert tonnenweise Mast und die Maisfelder, von denen es immer mehr gibt, haben die Wildschweine ebenfalls zum Fressen gern. Mit revierübergreifenden Drückjagden wollen die Jäger den Schwarzkitteln im Herbst auf die Schwarte rücken. Eine Herausforderung und eine Verantwortung zugleich, die die Weidmänner ernst nehmen. Die beiden kämpfenden Keiler, die auf dem Wagen zu sehen sind, sind übrigens lebensgroß.

Auf dem Wagen thront Jagdkönigin Bettina Frühwald, die nun schon fast ein Jahr im Amt ist. Die 26-Jährige kommt aus Markt Taschendorf/Neustadt Aisch, ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und arbeitet als Steuerfachwirtin. Auf der Pirsch mit ihrem Vater, einem passionierten Jäger, hat sie die Leidenschaft für die Jagd entdeckt. Vor viereinhalb Jahren machte sie selbst den Jagdschein, um nicht länger mehr „nur Beisitzer“ zu sein, sondern auch alleine auf die Jagd gehen zu können.

Gezogen wird das imposante Gefährt von vier Kaltblütern. Die Pferde „reisen“ am frühen
Sonntagmorgen für ihren Auftritt mit ihrem Besitzer, dem Jäger Johann Veicht, aus Bad Kötzting an. Der BJV-Wagen wird zu Fuß begleitet von Falknern des Deutschen Falkenordens – Landesverband Bayern, die einen Adler und mehrere Greifvögel mit sich führen. Mit dabei sind außerdem mehrere Hundeführer und Mitglieder des Bunds Bayerischer Jagdaufseher mit ihren Jagdhunden sowie die Jagdhornbläser des Kreisjagdverbandes Erding und der Bläsergruppe Windland-Wittow von der Insel Rügen. Die Bläser sind eine Säule des jagdlichen Brauchtums und verbinden die Jäger über die Grenzen hinweg.

Der BJV, anerkannter Naturschutzverband, hat bayernweit rund 46 600 Mitglieder in 160
Kreisgruppen. 93 Prozent der Jäger in Bayern von Coburg bis zu den Alpen, sind beim BJV
Mitglied. Gegründet wurde der Verband im November 1949.

Der Trachten- und Schützenzug 2014 wird im Fernsehen am Sonntag, 21.Sept. 2014, 10 bis  12 Uhr live in der ARD übertragen und am Sonntag, 28.September 2014 von 19 bis 21 Uhr im
Bayerischen Fernsehen.

Mehr zum Thema Jagd finden Sie auf unserer Homepage www.jagd-bayern.de

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