35 Jahre – Rückblick und Ausblick

Preisverleihung im Schlosssaal   Foto: Reinhard Görgens

Preisverleihung im Schlosssaal Foto: Reinhard Görgens

Nun die Fragen zur Arbeitsgemeinschaft Schweiß „ Bergisches Land“

J. O.: Was waren seiner Zeit die Gründe, zusammen mit den Vereinen: JGV “Oberbergischer Jäger“ e.V, JGV Bergisch Land e.V., JGV der Siegkeisjäger e.V., JGV des Kreises Olpe e.V., JGV Niederberg e.V., Hubertus Köln e.V., JGV Roemryke Berge e.V. und der Kreisjägerschaft des Rheinisch-Bergischen Kreises im LJV NRW die Arbeitsgemienschaft Schweiß „Bergisches Land“ zu gründen?
W. Stein: Eine überregionale, den hohen jagdlichen Anforderungen genügende Prüfung zu etablieren.
E. Linder: Man wollte von den Miniprüfungen weg. Durch den Zusammenschluss der Vereine in eine Arbeitsgemeinschaft wurden gleichbleibende Prüfungsverhältnisse geschaffen. Als Standort Engelskirchen, Wildvorkommen ( 4 Schalenwildarten ), Jahreszeit, Schwierigkeitsgrad wie u.a. auch das Gelände waren auch Gründe.

J. O.: Haben sich alle aufgeführten Gründe bewährt?
W. Stein: Ja. Jedoch bei teilweiser geringen Nachfrage legt die Vermutung nahe, dass für viele Führer die einfache Prämierung vor den hohen jagdlichen Anforderungen steht.

Erfolgreich Prüfungsteilnehmer  Foto: Reinhard Görgens

Erfolgreich Prüfungsteilnehmer Foto: Reinhard Görgens

J. O.: Sind Vorzüge einer Arbeitsgemeinschaft gegenüber eines einzelnen Vereins bei der Ausrichtung von Verbandsschweiß- Verbandsfährtenschuhprüfungen zu sehen?
W. Stein: Ja. Insbesondere besteht u.a. ja auch ein konstantes Angebot für überregionale Nachfragen. Schließlich hat die Anzahl der Nennungen gezeigt, dass kein Bedarf für jährlich 8 eigene Prüfungen mit dem hohen Anspruch an Hund und Führer besteht.

J. O.: Ist das Interesse aller Mitgliedsvereine nach 35 Jahren noch an der Arbeitsgemeinschaft vorhanden und richten diese Vereine auch abwechselnd die Verbandsschweißprüfung „Bergisches Land“ aus?
W. Stein: Ja. Alle Vereine beteiligen sich finanziell, die kleineren sind von der Ausrichtung ausgenommen, die größeren richten turnusmäßig die Verbandsschweißprüfung „Bergisches Land“ aus.

J. O.: Wie oft kommen die Vorstände der Mitgliedsvereine jährlich zusammen?
W. Stein: 1- mal jährlich außerhalb der Prüfung.

J. O.: Wo sind die Schwerpunkte zum Fortbestand der Arbeitsgemeinschaft und der Verbandsschweißprüfung „Bergisches Land“ zu suchen?
W. Stein: Erhalt des hohen Niveaus mit dem Ziel der Prüfung praxistauglicher Gespanne.
E. Linder: In jedem Fall im Standort Engelskirchen, mit den großen geschlossenen Waldrevieren und dem zahlreichen Wildvorkommen.

J. O.: Ist die Gründung weiterer Arbeitsgemeinschaften Schweiß zu empfehlen, oder sollte man die Ausrichtung von Verbandsschweiß- Fährtenschuhprüfungen ausschließlich bei den einzelnen Vereinen belassen?
W. Stein: Auf jeden Fall. Die Vorteile wurden angesprochen.
E. Linder: Ja, denn in einer Arbeitsgemeinschaft ist u. a. nicht immer ein und derselbe Verein jährlich mit der Ausrichtung der Prüfung ( Finanzierung, Zeitaufwand, personelle Belastungen sowie ggf. zu wenig Meldungen ) belastet. Ob die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft angebracht ist, hat aber oftmals auch was mit der Mentalität der Mitgliedsvereine zu tun, je nach Regionen herrschen andere Mentalitäten und Strukturen, da ist oft solch ein Experiment nicht durchführbar, das haben bereits Arbeitsgemeinschaften erfahren müssen.

Erfolgreiche Führer vor Schloss Ehreshoven Foto: Reinhard Görgens

Erfolgreiche Führer vor Schloss Ehreshoven Foto: Reinhard Görgens

Fazit: Im kommenden Jahr stehen auf dem Verbandstag die Beratungen und Abstimmungen zur Änderung der VSwPO und VFSPO an. Mögen die Meinungen und Erfahrungen von Walter Stein und Elly Linder zu sinnvollen Lösungen beitragen, damit Prüfungen wie die VSwP u. VFSP nicht zum Prüfungssport ausufert. Mit Sicherheit kann man aber nach 35 Jahren behaupten: der von den 8 Mitgliedsvereinen der Arbeitsgemeinschaft Schweiß „Bergisch Land“ eingeschlagene Weg war und ist richtig und dürfte auch noch für so manche Vereine wegweisend sein. Besinnen wir uns daher auch immer auf den Sinn und Zweck dieser Prüfungen.

Nicht der Stempel auf der Ahnentafel soll vorrangig sein, sondern der Hund und Führer sollen in der Praxis helfen krankes Wild zur Strecke zu bringen.

Mit freundlicher Zustimmung der Redaktion „Der Jagdgebrauchshund“

Weitere Informationen:
Übersicht der VSwP „Pfälzerwald“ – Prüfungsergebnisse von 1956 bis 2013
René-Roger Kirsch: VSwP Pfälzerwald
Joachim Orbach: Kunstfährten – Fährtenkunst
Joachim Orbach: Schweiß- und Fährtenschuhprüfungen im Blickpunkt

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Ein Gedanke zu „35 Jahre – Rückblick und Ausblick

  1. Elly Linder

    Guten Tag Herr Orbach , danke für die guten Beiträge und Informationen , mal wieder eine tolle Fleißarbeit, gratuliere , gefällt mir sehr gut.Liebe Grüsse Elly Linder

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