Archiv für den Monat: Januar 2015

Drinnen und draußen – Jäger vor und im Landtag

Von Volker Seifert und Frank Martini

Rund  300 Jäger aus allen Landesteilen haben sich am Donnerstag, den 22. Januar, vor und im Parlamentsgebäude in Düsseldorf versammelt. Um zu demonstrieren und zuzuhören – bei der öffentlichen  Expertenanhörung zur großen Jagdgesetznovelle im Plenarsaal.

Die nahmen ein paar Jäger aus Essen, Düsseldorf und Mettmann zum Anlass, sich spontan zu der Initiative „Wir sind Jagd“ zusammenzuschließen. Ihr einziger Zweck: Kurzfristig eine Demo für den Termin zu organisieren. Denn die Anhörung ist ein entscheidender Schritt im Gesetzgebungsverfahren. Dazu wollten sie möglichst viele Betroffene mobilisieren – trotz des ungünstigen Termins mitten in der Woche.

 Fehlerteufel: Natürlich war die Demo bereits am Donnerstag – wir bitten um Entschuldigung!

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Erste Reaktionen auf die Expertenanhörung zum ÖJG-NRW

Von Volker Seifert

Zur Anhörung am 22.01.2015 zum geplanten Landesjagdgesetz im Umweltausschuss erklären die stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Christina Schulze Föcking, und der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Rainer Deppe:

Quelle: CDU-Landtagsfraktion

Quelle: CDU-Landtagsfraktion

Rainer Deppe: „Die Bedenken gegen den rot-grünen Gesetzentwurfsind groß. Das Gesetz führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Tierschutz. Die Wildschäden werden zunehmen, die Artenvielfalt dagegen sinken. Die Gefahr von schweren Erkrankungen wie Tollwut und Fuchsbandwurm wird nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen steigen. Wenn die Hegeverpflichtung der Jäger zukünftig statt für 116 nur noch für 27 Tierarten bestehen bleibt, schadet das der Artenvielfalt, insbesondere den ohnehin bedrohten Bodenbrütern. Dieses Gesetz wird aus ideologischen Gründen vorangetrieben und lässt die Praxis in der Natur vollkommen außen vor.“

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Demo vor dem Landtag zur Expertenanhörung

Von Frank Martini

Unter dem Motto „WIR SIND JAGD“ haben sich Jäger der Kreisgruppe Düsseldorf-Mettmann und die Betreiber dieser Website zusammengeschlossen, um eine Demonstration vor dem Landtag in Düsseldorf zu organisieren. Am Donnerstag, den 22. Januar um 10.00 Uhr, geht der Protest vor dem Parlament los.

WsJ_LogoMehrere hundert Jäger aus allen Landesteilen haben ihr Kommen bereits zugesagt. Treffpunkt der Demonstranten ist die Landtagswiese direkt gegenüber dem Eingang ins Parlamentsgebäude. In dessen Plenarsaal beginnt nämlich um 11.00 Uhr die öffentliche Anhörung der Experten vor dem Umweltausschuss zum ÖJG-Entwurf aus dem Ministerium von Johannes Remmel. Dorthin hatten die Parlamentarier den umstrittenen Entwurf nach der ersten Lesung zur weiteren Beratung überwiesen. „Höchste Eisenbahn“, den Termin für einen massiven Protest vor dem Regierungsgebäude zu nutzen, finden die Initiatoren.

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Im Tal der Trolle

Eine Satire von Frank Martini

Die Weiten des Internets sind unermeßlich. Und verbergen so manches Tal der Trolle. Merkwürdige geotektonische Ereignisse scheinen dieses Portal in jüngster Zeit in deren Nähe zu rücken.

So mussten wir unter dem Beitrag über die jüngsten gesetzlichen Änderungen in Luxemburg zwei – nun ja, seien wir mal tolerant – höchst „humorvolle“ Kommentare entdecken. Vom Tal der Füchse hat es uns aus einem Tal dieser Trolle entgegengehallt…

Jagdtrolle wollen dieses Portal okkupieren! (Bild: Der Fuchs)

Jagdtrolle wollen dieses Portal okkupieren! (Bild: Der Fuchs)

Wir bitten unsere Leser daher freundlich, Kommentare zur Freischaltung nur noch unter ihrem bürgerlichen Namen einzureichen. Sollten Sie – aus welchen Gründen auch immer – etwas nur anonym vortragen wollen, schreiben Sie uns dies einfach per Mail.

Denn dass die Welt voller Idioten ist, wissen wir. Müssen wir darum nicht auf dieser Site zu dokumentieren trachten. Weswegen wir uns – bei allem Respekt unseren Lesern gegenüber (oder gerade wegen dieses Respekts!) – künftig vorbehalten, solchen Bullshit dahin zu verschieben, wo er hingehört. In das große schwarze Loch im Orbit namens SPAM.

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Info oder Demo? Überraschung in Mechernich

Von Frank Martini und Volker Seifert

Es sollte ein Heimspiel werden – der Informations- und Diskussionsabend, mit dem die Euskirchener Grünen gemeinsam mit der SPD der Öffentlichkeit im Mechernicher Ratssaal den ÖJV-Gesetzentwurf schmackhaft machen wollten. Doch dann kam alles ganz anders.  

Rund 300 Demoinstranten, darunter viele Auswärtige, waren zu der Infoveranstaltung gekommen. (Bild: V. Seifert)

Rund 300 Demoinstranten, darunter viele Auswärtige, waren zu der Infoveranstaltung gekommen. (Bild: V. Seifert)

Mit dem von der Mitveranstalterin erwarteten „Heimspiel“ war es damit „Essig“ – mehr noch: Wie die Grüne Kreisvorsitzende Nathalie Konias freimütig zugab, ist auch bei ihr zu Hause seit Monaten „Strom in der Tapete“. Denn, so Konias, sie sei mit einem Jäger verheiratet. Und der habe naturgemäß wenig Verständnis für die Auffassungen und Pläne ihrer Partei in Sachen Jagdpolitik. Die Veranstaltung eröffnete sie deshalb angesichts der „Lodenmehrheit“ im Mechernicher Ratssaal mit einem Wort an den Moderator des Abends: „An Ihnen liegt es nun, ob ich morgen friedvoll mit meinem Mann frühstücken kann.“ Das Spaltpotential des ÖJG-Entwurfs belastet damit nun erkennbar nicht mehr nur die Rot-Grüne Düsseldorfer Regierungsehe, es ist längst in den Haushalten der Beteiligten angekommen.

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Probensammlung zur Vogelgrippe – Jäger sollen helfen

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts sind im November 2014 in einem Geflügelbestand sowie bei einer Krickente in Mecklenburg-Vorpommern Vogelgrippeviren nachgewiesen worden. In den Niederlanden konnte der Erreger der aviären Influenza H5N8 im gleichen Monat bei zwei Wildenten bestätigt werden. Auch bei zwei Stockenten in Sachsen-Anhalt wurde er nachgewiesen.

Kann Überträger sein - die Stockente. (Bild: F. Martini)

Kann Überträger sein – die Stockente. (Bild: F. Martini)

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Gegenwind aus unerwarteter Richtung für Remmel

Von Volker Seifert

Minister Johannes Remmel muss sich auch mit den Protesten des Naturschutzes gegen seine Politik auseinandersetzen.

Die Welt könnte so schön sein für Minister Remmel: Die Verbandsführung von NABU, BUND und Peta soufflieren bei Mate Tee und Tufo-Burger ein neues „ökologisches“ Jagdgesetz, und der Minister trägt es als grüner St. Georg triumphierend durch Kabinett und Parlament. Leider zeigt sich die Jägerschaft und die Landbevölkerung nicht so begeistert und friedfertig wie erhofft. Der Widerstand wird immer stärker und lauter. Wie gut, das es da noch „Heimspiele“ für den Minister gibt. Die Energiewende bietet doch genügend Spielfelder für Grüne Politik, um das Klientel zu beglücken. Aber auch da stellt sich Ungemach ein. Der ländliche Raum möchte sich nicht zubauen lassen mit Windkraftanlagen, die eine schöne neue Zeit verheissen, solange sie vor der eigenen Haustüre stehen.

Windpark im Rothaargebirge © Almut Witzel

Windpark im Rothaargebirge © Almut Witzel

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Einstellung der Fuchsjagd in Luxemburg

FSHCLPosition der FSHCL zur beabsichtigten Einstellung der Fuchsjagd in Luxemburg

Die FSHCL vertritt den Standpunkt, dass die Jagd im Großherzogtum Luxemburg, so wie das
neue Jagdgesetz dies verlangt, im Interesse der Allgemeinheit ausgeführt werden muss. Wie in der Vergangenheit bietet die Jägerschaft auch in Zukunft unserem Land und unserer
Bevölkerung bedeutende Hilfestellungen an, wenn es um die Regelung von Wildtierpopulationen geht. Wie bedeutend diese Hilfestellungen sind, sieht man an der Tatsache, dass von den Jägern für Reh-, Rot- und Schwarzwild minimale Abschusszahlen, unter Androhung von Disziplinarmaßnahmen, gefordert werden. Es ist für uns Jäger umso befremdlicher, dass jetzt die Jagd auf den Rotfuchs in Luxemburg eingestellt werden soll. Da der Fuchs ein opportunistischer, sehr anpassungsfähiger Beutegreifer ist, sind seine Populationen weitgehend unabhängig von denen seiner Beutetierarten. In unseren Breitengraden können höchstens Klimaextreme und die Tollwut die Fuchsbestände empfindlich reduzieren. Und beides tritt höchst selten auf. Ein Verzicht auf die Fuchsjagd wird kurzfristig dazu führen, dass die Fuchsbestände in Luxemburg stark ansteigen (x2 oder x3) mit weitreichenden Folgen für unsere Biodiversität, unsere Landwirtschaft und unsere Bevölkerung so dass wir uns Sorgen machen, inwiefern wir die Jagd in Luxemburg auch noch in Zukunft im Interesse der Allgemeinheit ausführen können. Weiterlesen

Thema Jagdgesetz: Medien übertreffen sich gegenseitig

Von Frank Martini

Das Thema Jagdgesetznovellierung in NRW entwickelt sich mehr und mehr zu einer Sternstunde des öffentlich rechtlichen Rundfunks. Nachdem sich der WDR bereits mehrfach umfänglich des Themas angenommen hat, zieht der Deutschlandfunk (DLF) nun nach.

Bereit am 05. Januar hatte der DLF ein knapp zwanzigminütiges Feature von Oliver Ramme um 18.40 ausgestrahlt. In dem sehr hörenswerten Stück beleuchtet der Autor zentrale Aspekte des des Konflikts zwischen Landesjägerschaft und -regierung unvoreingenommen unter dem vielsagenden Titel Waidmanns Wut. Herausgekommen ist ein kurzweiliger Überblick der aufeinander treffenden unversöhnlichen Positionen – bei dem die der Jäger und ihrer Perspektive sehr gut wegkommt.

Website zum Beitrag Waidmanns Wut. (Bild: Screenshot DLF)

Website zum Beitrag Waidmanns Wut. (Bild: Screenshot DLF)

Anlass für die Radiomacher am Kölner Raderberggürtel, zwei Tage später, also dem Dreikönigstag nachzufassen. Für die Länderzeit des DLF hat der Moderator Michael Roehl den Umweltminister Johannes Remmel, den NABU-Landesvorsitzenden Josef Tumbrinck und den Jägerpräsidenten Ralph Müller-Schallenberg zu einer Diskussion eingeladen. Weiterlesen

Jetzt geht’s los! Proteste gegen ÖJG-Entwurf in die Fläche

Von Frank Martini

Der Protest gegen den ÖJG-Entwurf in NRW geht in die Fläche. Bereits im Januar gibt es mehrere Veranstaltungen auf Orts- und Kreisebene. Der Landesjagdverband hat bereits zu Spenden für die Unterstützung der Aktionen aufgerufen.

Noch im alten Jahr: Demo der Ruhgebietsjäger vor dem Grünen-Landesparteirat in Mülheim. (Bild: F. Martini)

Noch im alten Jahr: Demo der Ruhgebietsjäger vor dem Grünen-Landesparteirat in Mülheim. (Bild: F. Martini)

 Jagdwissen liegen bereits zwei weitere Termine im Januar vor. Am Montag, den 12. 01. laden die beiden Kreisverbände von SPD und Grünen in Mechernich erfreulicherweise zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung über den Gesetzentwurf ein. Auf dem Podium sollen neben den MDL Norbert Meesters (SPD) und Nörwich Rüße (Grüne) auch der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht sitzen. Der LJV wird dort durch den Vizepräsidenten Georg Kurella vertreten sein. Weitere Details des Einladungstextes gibt es hier. Nach Auskunft der Stadtverwaltung bietet der Mechernicher Ratssaal Platz für bis zu 200 Menschen – eine gute Gelegenheit, der Euskirchener Kreispresse zur Kenntnis zu bringen, wie „kopfstark“ der Protest überall im Land ist. Weiterlesen