Archiv für den Monat: November 2014

Geflügelpest: Stallpflicht für Geflügel in Gebieten mit Wildvogelzug

Pressemeldung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 24.11.2014

Nach dem Nachweis des hoch ansteckenden Vogelgrippe-Virus H5 N8 in einem Wildvogel in Mecklenburg-Vorpommern, erhärtet sich der Verdacht, das Wildvögel der Überträger des gefährlichen Geflügelpest-Virus in Hausgeflügelbestände sein könnten. Das für die Einschätzung von Tierseuchen zuständige Friedrich-Löffler-Institut stützt diese Einschätzung und schätzt das Risiko einer Übertragung durch Wildvögel als hoch ein. In einer Bund-Länder-Besprechung wurde deshalb heute eine Stallpflicht für Hausgeflügel in Regionen mit erhöhtem Risiko wegen durchziehender Wildvögeln angeregt. Das NRW-Verbraucherschutzministerium bereitet einen entsprechenden Erlass vor, so dass ab morgen (Dienstag, 25. November 2014) die Stallpflicht in Kraft treten kann. Weiterlesen

Die letzte Regionalkonferenz in Bielefeld – und nun?

FM/VS

Nun sind sie vorbei, die Regionalkonferenzen des LJV-NRW gegen die Pläne für das neue „ökologische“ Jagdgesetz. Bei dessen zweitem Entwurf, inzwischen vom Kabinett Kraft verabschiedet, liegt immer noch Vieles im Argen.

Nicht nur das Thema Jagdsteuer, auch jagdkynologische Interessen sind nach wie vor bedroht, wie der TV-Beitrag von JagdWissen zeigt. Und nun? Auch darauf gibt unser Film eine Antwort: Der Druck auf die Landesregierung muss noch weiter steigen. Dazu ist die Basis der Jägerschaft gefordert. Jetzt stärker denn je!

 

Dieser Artikel wurde bisher 1621-mal gelesen.

Fragwürdige Allianzen – zur Regionalkonferenz Bielefeld

Von Frank Martini

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wer der Motor der geplanten NRW-Jagdrechtsnovelle ist – die Regionalkonferenz Bielefeld hat ihn endgültig geliefert. Beobachtungen am Rande der Veranstaltung und Anmerkungen zu Gewinnern und Verlierern.

Es mögen vielleicht 100 Menschen gewesen sein, die am Abend des 18. November 2014 vor der Bielefelder Stadthalle stehen, um gegen die unmittelbar bevorstehende Veranstaltung in dem Gebäude zu demonstrieren. Freundlich dreinblickende moderne Menschen, denen eine gemeinhin mit den Klischees einer erzkonservativen Rückwärtsgewandtheit versehenen Jagd suspekt erscheint, könnte man auf den ersten Blick meinen.

Freundliche Mienen, geringe Diskussionsbereitschaft - Jagdgegner in Bielefeld. (Foto: V. Seifert)

Freundliche Mienen, geringe Diskussionsbereitschaft – Jagdgegner in Bielefeld. (Foto: V. Seifert)

Weiterlesen

Kabinett beschließt Entwurf des Ökologischen Jagdgesetzes – Verbändeanhörung ausgewertet

Pressemeldung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 18.11.2014

Minister Remmel: Wir stärken den Natur- und Tierschutz in der Jagd

Minister Johannes Remmel (Quelle: MK

Minister Johannes Remmel
(Quelle: MK

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Landesregierung hat nach der Auswertung der Verbändeanhörung den Entwurf für das neue Ökologische Jagdgesetz NRW (ÖJG) verabschiedet. „Wir wollen mit dem neuen Ökologischen Jagdgesetz den Tierschutz verbessern, den Artenschutz stärken und den Schutz des Waldes sichern“, erklärte Umweltminister Johannes Remmel nach der Kabinettsitzung in Düsseldorf. Das neue Gesetz habe das Ziel, die gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd in der breiten Öffentlichkeit zu stärken und die Jägerinnen und Jäger in ihrer Verantwortung und ihrem Engagement für Natur und Umwelt zu unterstützen. Remmel: „Es geht darum, die Jagd als Praxis mit viel Tradition zu bewahren. Dies wird allerdings auf Dauer nur gelingen, wenn sich die jagdlichen Regelungen und damit auch die jagdliche Praxis an die heutigen Anforderungen der Gesellschaft im Hinblick auf Tier- und Naturschutz anpassen.“ Der Gesetzentwurf sieht daher weiterhin ein grundsätzliches Abschussverbot für Katzen vor. „Weder aus jagdfachlicher Sicht, noch aus der Sicht des Artenschutzes ist der Abschuss von Katzen begründet. Daher untersagen wir diese tierschutzwidrige Praxis in NRW“, sagte Minister Remmel. Weiterlesen

Service: Park and Ride nach Bielefeld

Bielefeld

Einen zweiseitigen Anfahrt- und Detailplan zum Ausdrucken gibt es hier

Um den Teilnehmern der Regionalkonferenz in Bielefeld die Anreise zu erleichtern, hat der Landesjagdverband NRW Reise- und Parktipps zusammengestellt, die wir hier auf Bitte des LJV gern verbreiten. Besonders weist der Verband auf die Anreisemöglichkeiten mit dem öffentlichen Fern- und Personennahverkehr hin. So biete die Bahn stündlich ICE- und IC-Verbindungen nach Bielefeld an, die direkt zur Regionalkonferenz führen – die Stadthalle liegt direkt gegenüber dem Hauptbahnhof. Weiterlesen

Minister Remmel: Waldschutz ist auch Klimaschutz

Pressemeldung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 14.11.2014

Waldzustandsbericht 2014: Wetterextreme in diesem Jahr machen den Wäldern in NRW zu schaffen – Eiche leicht erholt, Buche mit deutlichen Schäden

Die extremen Wettbedingungen in diesem Jahr haben die Wälder in NRW in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem aktuellen Waldzustandsbericht 2014 der Landesregierung weisen 36 Prozent der Bäume zwischen Rhein und Weser deutliche Schädigungen auf. Es ist der höchste Wert seit dem Beginn der Erhebungen vor 30 Jahren. Nur noch 23 Prozent der Bäume in NRW weisen keinerlei Kronenverlichtungen auf und gelten daher als gesund.
„Unsere Wälder sind Alleskönner: Sie sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen und damit Teil des wilden Nordrhein-Westfalens. Sie dienen den Menschen zur Erholung und sind Produktionsstätten für den nachwachsenden Rohstoff Holz“, sagte Umweltminister Johannes Remmel bei der Vorstellung des Waldzustandsberichtes für NRW. „Wir müssen dieses Naturerbe schützen. Heute bedroht zwar nicht mehr in erster Linie der saure Regen unsere Wälder, wie noch in den 80er und 90er Jahren. Es sind vielmehr die sich abzeichnen Wetterextreme als Folge des Klimawandels, die den Wald zu schaffen machen.“ Dies zeige sich in diesem Jahr insbesondere am schlechten Abschneiden der Buche, dem Urbaum unseres Landes. Remmel: „Wir tragen die globale Verantwortung für die Buchenwälder. Rotbuchenwälder wachsen nur in Europa. Und Nordrhein-Westfalen liegt im Zentrum der natürlichen Buchenverbreitung.“ Weiterlesen

Jäger demonstrieren gegen Remmel

Jägerspalier vor dem Telgter Bürgerhaus. (Foto: J. Diekrup)

Jägerspalier vor dem Telgter Bürgerhaus. (Foto: J. Diekrup)

von Frank Martini

Rund 350 Jäger haben gestern Abend in Telgte gegen Umweltminister Johannes Remmel demonstriert. Der war in das 20.000-Einwohner-Städtchen gereist, um im dortigen Bürgerhaus einen Preis der Energieagentur NRW zu überreichen. Diese Gelegenheit nutzten die Jäger, um ihrem Unmut über die geplante Jagdrechtsnovelle des grünen Ministers Luft zu machen. Weiterlesen

Remmel entschärft Jagdgesetz

Von Volker Seifert

Doch kein Verbotsrecht für juristische Personen geplant.

Nachdem gestern bereits die WAZ über Äußerungen von Norwich Rüße berichtete, aus denen zu entnehmen war, das die Grünen nicht an der Wiedereinführung der Jagdsteuer festhalten wollen (wir berichteten), kommt heute der NRW-Umweltminister Johannes Remmel mit einer Korrektur zur Wort. Weiterlesen

Landesjagdgesetz in Baden Württemberg verabschiedet

Von Frank Martini

Der Stuttgarter Landtag hat heute Abend nach zweiter Lesung ein neues Jagdgesetz verabschiedet. Erst gestern hatte der Ausschuss für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eine Beschlussempfehlung mit Änderungen zu dem Entwurf für das „Gesetz zur Einführung des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes“  ausgegeben. Obschon der Landesjagdverband einige dieser Änderungen unterstützt, hatte er das Gesetz heute erneut abgelehnt. Im Fall einer Verabschiedung durch das Parlament hatte der Verband fortgesetzten Widerstand angekündigt und will nun über eine Initiative zu einer Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe entscheiden. Weiterlesen

Fromme Wünsche

Von Frank Martini

Unsere Jagdverbände haben es in diesen Tagen nicht leicht. Im Südwesten der Republik steht ein neues grünes Landesjagdgesetz unmittelbar vor der Verabschiedung, zwischen Rhein und Ruhr stehen wachsende vom LJV initiierte Proteste schwindenden Hoffnungen, nicht mehr als das Schlimmste noch verhindern zu können gegenüber. Und die Begehrlichkeiten einer schönen neuen, im grünen Sinne politisch korrekten Jagdgesetzgebung auch in anderen Ländern und dem Bund werden allmählich unüberhörbar. Weiterlesen