Archiv für den Monat: September 2013

Die Öffentlichkeitsarbeit für die Jagd im Zeitalter des Internets

Von Volker Seifert

Startseite des JGV-Oberberg

Startseite des JGV-Oberberg

Wie alle Firmen, Einrichtungen, Vereine und Initiativen kommt auch die Jagd z.B. die Jagdverbände, Kreisjägerschaften, Hegeringe oder die Vereine im Jagdgebrauchs-hundewesen nicht ohne einen ansprechenden Internetauftritt aus. Sie sind gezwungen, wenn sie und ihr Anliegen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden wollen, sich im Internet zu präsentieren. Weiterlesen

Darf der Jäger töten?

Von Volker Seifert

„Man kann sich ein Tier zornig, furchtsam,
traurig, freudig, erschrocken vorstellen.
Aber hoffend? Und warum nicht?
Der Hund glaubt, sein Herr sei an der Tür.
Aber kann er auch glauben,
sein Herr werde übermorgen kommen?“ 1

Eine scheinbar paradoxe Frage. Zumindest könnte eine der möglichen Antworten – die Verneinung – die Begrifflichkeit des Jägers, der sich durch sein Tun definiert, selbst in Frage stellen, wenigstens seine Rechtmäßigkeit. Und die Frage stellt auch keine unzulässige Verkürzung da, Jagen endet mit der Tötung von Wild, zumindest erfolgreiches Jagen. Weiterlesen

Notes:

  1. Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen. Werkausgabe Bd. 1. Frankfurt: Suhrkamp S. 489.

Wald, Wild und Waldbetriebsarten

 Von Joachim Orbach

Foto: Joachim orbach

Foto: Joachim Orbach

Das Jahr 2011 war das „Internationale Jahr der Wälder“. Für Joachim Orbach aus Waldbröl Grund genug, sich auch Thema Wald, Wild und Waldbetriebsarten zu widmen.

Bei allen Diskussionen um den Wald sollte man zunächst einmal die Worte aus der 9.  Auflage „Das Rehwild“ von Ferdinand von Raesfeld, A. H. Neuhaus und Dr. K. Schaich bedenken: „Wir wurden aber auch – selbst bei sehr kritischer Betrachtung – in unserer Weiterlesen

Öffentlichkeitsarbeit

Von Joachim Orbach

Ein Interview mit Bernd Krewer

„Man kann Misstrauen, Unverständnis, Angst oder Feindschaft
gegenüber Jagd und Jägern bei der breiten Bevölkerung nur dadurch abbauen,
dass man ihnen alles Diesbezügliche zeigt, erklärt, beweist und vormacht.“

(Oberforstmeister Walter Frevert, 1897 – 1962)

Bernd Krewer

Bernd Krewer

Bekanntlich kommen in der heutigen Zeit Parteien, Verbände, Vereine usw. kaum an der Öffentlichkeitsarbeit vorbei. Um die sinnvolle Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit auch dem Jagdgebrauchshundwesen näher zu bringen hat Joachim Orbach mit dem langjährigen freien Mitarbeiter der Redaktion der Jagdzeitschrift PIRSCH, Buchautor und über die Grenzen von Deutschland bekannten Jagdkynologen Bernd Krewer ein Interview geführt. Weiterlesen

51. Int. Jagdkonferenz Schlusserklärung

Zwischen Hirschruf und Twitter

Teilnehmer der 51. Int. Jagdkonferenz 2013

Teilnehmer der 51. Int. Jagdkonferenz 2013

Im Zeitalter neuer Technologien und sozialer Netzwerke stellen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit eine große Herausforderung dar. Sie können aber auch zur Chance werden. Aus dieser Erkenntnis heraus widmete die 51. Internationale Jagdkonferenz ihre Tagung, die vom 20. bis 22. Juni 2013 auf Einladung der Vorarlberger Jägerschaft in Gargellen statt fand, dem Thema „Jagd zwischen Hirschruf und Twitter“. Weiterlesen

Denn vielseitig soll er sein!

Der Vorstehhund als Vollgebrauchshund

Von Joachim Orbach

Foto: Reinhard Goergens

Foto: Reinhard Goergens

Es war kein anderer als der Initiator des deutschen Jagdgebrauchshundwesen
nämlich „Hegewald“, Sigismund Freiherr von Zedlitz und Neukirch (24.5.1838 – 8.7.1903) der bereits 1881 definierte was der Gebrauchshund zur Jagd überhaupt leisten soll.
Wenn man denn in der heutigen Zeit so manche Experten reden hört, so brauchen wir für unsere in Deutschland „überwiegend großen“ Jagdreviere reine Spezialisten. Ja sogar neue Rassen aus dem Ausland oder Kreuzungszüchtungen brauchen wir. Dann gibt es auch noch die besonders erfahrenen, die meinen das z.B. die Eigenschaften die man einem Vorstehhund zuschreibt sei alles eine Frage der Einarbeitung – was denn mit anderen Weiterlesen

Schweiß– und Fährtenschuhprüfungen im Blickpunkt

Von Joachim Orbach

VSwP Bergisches Land 2004 Foto: Elly Linder

VSwP Bergisches Land 2004
Foto: Elly Linder

In diesem Sommer trafen sich Vertreter aus den verschiedensten Lagern im Jagdgebrauchshundverband (JGHV), um ihr Wissen und Erfahrungen bei der anstehenden Novellierung wie u.a. der Verbandsschweiß– und Verbandsfährtenschuhprüfungsordnung einzubringen. Ein vernünftiger und richtiger Schritt, denn bei der Vielzahl in der heutigen Zeit angeboten Schweißprüfungen nach den Prüfungsordnungen der Zuchtvereine und des JGHV sollten wir immer beachten: „jagdliche Prüfungen sind kein Prüfungssport.“ Fakt ist aber, dass es in Tat Hunde gibt, die auf einer Reihe von Schweiß – und Fährtenschuhprüfungen (nach PO der Zuchtvereine und des JGHV ) geführt wurden, aber die harte Nachsuchenpraxis Weiterlesen

Was erklärt der Begriff >Waidgerecht<?

von Volker Seifert

>Waidgerecht< oder >Waidgerechtigkeit< sind vielstrapazierte und wie ich meine sogar überstrapazierte Begriffe. Nicht nur Jäger, auch Juristen verwenden diese Begriffe und das verwundert umso mehr, da man von letzteren einen genauen Umgang mit der Sprache gewohnt ist. In §1 Abs. 3 BJG heißt es: “Bei der Ausübung der Jagd sind die allgemein anerkannten Grundsätze deutscher Weidgerechtigkeit zu beachten.“ Hier findet sich jedoch keine inhaltliche Bestimmung des Begriffes, er bleibt gleichsam nebulös und das in zweifacher Hinsicht: neben dem Fehlen einer abschließenden oder auch nur exemplarischen Aufzählung seiner Inhalte, finden wir nicht einmal eine formale Bestimmung. Weiterlesen

Information ist der Weg zur Akzeptanz

TAG DER REGIONEN

von Joachim Orbach

Für die Bevölkerung insbesondere aber für die Landbevölkerung zählte einst die Jagdausübung ebenso wie die Hausschlachtungen auf den Bauernhöfen zu den natürlichsten Dingen der Welt. Dieses ist aber in der heutigen oftmals naturfremden Zeit nicht der Fall, da kommt halt eben die Hirschkeule im Supermarkt aus Neuseeland und der Rinder- oder Schweinebraten aus der Fleischfabrik. Grund genug, die Bürger im Rahmen der
Öffentlichkeitsarbeit zu informieren, bevor auch noch alle Kühe lila werden. Weiterlesen